Familienbetrieb ist Top-Ausbilder

Die „Ehrenrunde“: (v.li.) Marten Freund, Torben Drunk, Nadja Henningsen, Marvin Dahl, Jens Henningsen, Azubine Lea Bebensee und Hans-Joachim Beckers (IHK).
Die „Ehrenrunde“: (v.li.) Marten Freund, Torben Drunk, Nadja Henningsen, Marvin Dahl, Jens Henningsen, Azubine Lea Bebensee und Hans-Joachim Beckers (IHK).

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06. September 2017, 11:00 Uhr

„Angenehmes Betriebsklima“ – ertönte es aus allen Kehlen, als das Hotel Catharinenberg in dieser Woche als Top-Ausbildungsbetrieb von der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK) ausgezeichnet wurde.

Für Marten Freund, IHK-Vollversammlungsmitglied, ist der Familienbetrieb in Molfsee „ein typisch schleswig-holsteinischer Landgasthof mit 136-jähriger Geschichte“ und außerdem würdiger Träger der Auszeichnung. Jetzt überreichte Marten Freund den Inhabern Nadja und Jens Henningsen Urkunde und Glaspokal.

Das Hotel Catharinenberg ist seit mehr als 30 Jahren im Besitz der Familie Henningsen. Seit 2001 ist es auch Ausbildungsbetrieb. Nicht die Ausbildungsplätze, sondern die Bewerber sind knapp, betonte Marten Freund: „Jedes Unternehmen muss heute alle Hebel in Bewegung setzen, um für Bewerber attraktiv zu sein.“ Mit ihrer Prämierung zum Top-Ausbildungsbetrieb wolle die IHK herausragende Leistungen hervorheben. Die IHK vergibt die Urkunde seit drei Jahren an maximal sechs Unternehmen pro Jahr. Bewerben kann man sich nicht. Zu den geprüften Kriterien, so Marten Freund, gehören die kontinuierliche Ausbildung in hoher Qualität, wenige Vertragsauflösungen, gute Prüfungsleistungen, vor allem aber: „Das positive Betriebsklima. Ich kam hier rein und spürte es. Dann fühlt sich der Gast auch wohl.“

Außerdem habe das Hotel Catharinenberg die Jury mit Angeboten für schwächere Bewerber, hervorragende Übernahmeperspektiven, Offenheit, Fairness und Respekt überzeugt. „Das Ziel der langfristigen Bindung wird hier vorbildlich verfolgt“, so Marten Freund.

Für Jens Henningsen kam die Nachricht von der Auszeichnung überraschend: „Mit so etwas rechnet man als kleiner Betrieb nicht, zumal wir kein Hochglanz-Konzept haben.“ Koch Torben Drunk weiß aber: „Wir bemühen uns, jedem Auszubildenden auf Augenhöhe zu begegnen.“ Das kann Koch Marvin Dahl als ehemaliger Azubi des Hotels bestätigen: „Es hat mir hier von Anfang an gefallen. Ich kann den Betrieb nur weiter empfehlen.“

Neben der Ausbildung zum Koch, Hotelfachangestellten und Hauswirtschaftler bietet das Hotel auch die berufliche Qualifikation zur Fachkraft im Gastgewerbe an – eine zweijährige Ausbildung für Bewerber mit Hauptschulabschluss. Marten Freund ist sicher, „die Auszeichnung zum Top-Ausbildungsbetrieb ist eine gute Möglichkeit, sich aus dem Kreis der Konkurrenten abzuheben“.

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