Kommentar : Falsches Signal

Im letzten Jahr konnte jeder noch die Auseinandersetzung zwischen Hansa Rostock und Kiel sehen, in diesem  Jahr nicht – wegen der Erfahrungen mit den Rostocker Fans. Doch davon gleich auf alle Ostdeutsche zu schließen, finden zahlreiche Kiel-Fans zu platt und unangemessen. Hier im Bild: Kiels  Marc Heider (re.) und Rostocks Sebastian Pelzer im Kampf um den Ball.
Im letzten Jahr konnte jeder noch die Auseinandersetzung zwischen Hansa Rostock und Kiel sehen, in diesem Jahr nicht – wegen der Erfahrungen mit den Rostocker Fans. Doch davon gleich auf alle Ostdeutsche zu schließen, finden zahlreiche Kiel-Fans zu platt und unangemessen. Hier im Bild: Kiels Marc Heider (re.) und Rostocks Sebastian Pelzer im Kampf um den Ball.

Holstein Kiel verkauft die Karten für die kritischen Spiele gegen Rostock und Dresden nur an im Westen geborene. Denn: Ostdeutsche sind generell gewaltbereiter. Dass es zahlreiche Kieler Fans gibt, die ihre Wurzeln im Osten haben, seit Jahrzehnten hier leben, scheint egal.

Avatar_shz von
26. Juli 2014, 04:42 Uhr

Wenn Holstein Kiel da nicht zu kurz gedacht hat! 25 Jahre nach der Wende entscheidet man pauschal, dass in Ostdeutschland Geborene, selbst wenn sie seit Jahrzehnten hier leben, zu gewaltbereit sind, um als Kieler Fan ein Spiel gegen Hansa Rostock oder Dynamo Dresden zu sehen. Das passt nicht zu einer Stadt, die sich – wann immer möglich – mit ihrer Weltoffenheit rühmt. Klar, es muss für Sicherheit gesorgt werden. Aber andere Stadien verkaufen erst alle Karten und schaffen die Sicherheit durch strenge Einlasskontrollen am Spieltag. Schwenkes Argument – „dies würde zu lange dauern“ – ist da nicht akzeptabel. Andernfalls könnte man aus dieser Fan-vergraulenden Verkaufsstrategie schließen, dass es dem Verein finanziell gar nicht so schlecht geht, wenn man auf die Gelder verzichten kann.

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