Trickbetrüger : Falscher Staatsanwalt erbeutet von Kieler Ehepaar 300.000 Euro

Die Polizei sucht Zeugen, die am Freitag die Übergabe in der Kieler Innenstadt beobachtet hatten.

Avatar_shz von
22. Oktober 2018, 16:53 Uhr

Kiel | Ein falscher Staatsanwalt und andere Trickbetrüger haben ein älteres Kieler Ehepaar um 300.000 Euro gebracht. Die Frau hatte am Donnerstagabend einen Anruf von einem angeblichen Staatsanwalt mit Namen Beckmann erhalten, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Mann berichtete der Seniorin, von zuvor festgenommenen Einbrechern sei ein Hinweis auf das ältere Ehepaar gekommen. Die Seniorin liefe nun Gefahr, ebenfalls ihr Hab und Gut zu verlieren.

Am Freitag traf sich die Kielerin deshalb in der Innenstadt mit einer Frau, die sie als zierlich, klein (1,60 Meter) und zwischen 27 und 30 Jahre alt beschreibt. Der hochdeutsch sprechenden Frau mit südländischem Aussehen übergab sie schließlich die Wertgegenstände.

Nähere Angaben zu den Wertgegenständen wollte die Polizei mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht machen.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die die Übergabe am Freitag gegen 9.30 Uhr beobachtet haben. Nach Polizeiangaben ist die Zahl der Versuche von Tätern, die sich als Polizisten ausgeben, in Kiel und dem benachbarten Kreis Plön in den vergangenen Tagen auf fast 60 Fälle gestiegen.

In den meisten Fällen ließen sich die Angerufenen aber nicht in die Irre leiten. Die Polizei warnte deshalb erneut vor dieser Betrugsmasche: „Wir fragen nicht nach Ihrem Kontostand, nach Bargeld oder nach Wertgegenständen, die Sie zu Hause oder auf der Bank lagern. Lassen Sie sich von den oft wortgewandten Anrufern nicht täuschen.“

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

 
zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert