Bau-arbeiten : Es wird wieder eng auf der B 76

Nadelöhr Einmündung auf die B 76: Knapp hinter dem Ostring steht tagsüber bis 15 Uhr nur eine Spur zur Verfügung.
Nadelöhr Einmündung auf die B 76: Knapp hinter dem Ostring steht tagsüber bis 15 Uhr nur eine Spur zur Verfügung.

Die Vorbereitung für die Erneuerung der Bundesstraße 76 zwischen Kiel und Elmschenhagen läuft. Bis August geht es tagsüber nur einspurig Richtung Preetz. 2019 soll dann die Sanierung des acht Kilometer langen Abschnitts abgeschlossen sein.

shz.de von
09. Juli 2018, 18:35 Uhr



Autofahrer, die auf der Bundesstraße 76 vom Kieler Ostring Richtung Elmschenhagen / Raisdorf unterwegs sind, müssen sich auf Staus einstellen. Grund: Es steht im Sommer nur eine einzige Fahrspur zur Verfügung. Denn der Radweg neben der Trasse wird bis Ende August zu einer Behelfsspur ausgebaut, die im Frühjahr 2019 nutzbar sein soll. Dann nämlich läuft für den 2,5 Kilometer langen Abschnitt bis zum Wiener Kreisel die monatelange Generalsanierung – als Abschluss der Erneuerung der B 76 im Osten Kiels.

Gute 40 Jahre alt ist dieser Abschnitt der Bundesstraße. Er wurde einst für 20 000 Fahrzeuge konzipiert, heute sind hier täglich 46 000 Motorräder, Autos, Busse und Laster unterwegs. Pressesprecher Matthias Paraknewitz vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) spricht von einer „Grundinstanzsetzung“: Asphalt, Entwässerung, Schutzplanken und Brückenbauten – alles wird erneuert. Der Umfang und die Dauer dieser Arbeiten sind auch der Grund dafür, warum man sie nicht bereits vor zwei Jahren erledigt hat. Damals wurde wegen der Sanierung der Bahnbrücke eine Nottrasse angelegt, Autofahrer mussten eine „Schleife“ fahren.

Die aktuellen Arbeiten, die gestern begonnen haben und bis Ende August dauern, laufen täglich von 5 Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags. Der LBV nimmt damit Rücksicht auf den Feierabendverkehr, dem wie gewohnt zwei Fahrspuren Richtung Preetz/ Plön (oder zum Gewerbegebiet in Raisdorf) zur Verfügung stehen. Für Autofahrer, die von Elmschenhagen aus in Richtung Kiel unterwegs sind, ändert sich vorerst sowieso nichts – sie sind erst ab Frühjahr 2019 gefordert.

In den vergangenen Jahren wurde bereits der vierspurige Abschnitt ab Wiener Kreisel über Klausdorf/ Raisdorf bis zur Reuterkoppel generalüberholt. Dabei hat sich laut Paraknewitz das System einer dreispurigen Trasse bewährt: eine Spur in jede Richtung sowie eine mittlere (schmale) Spur, die je nach Verkehrsaufkommen für die eine oder Richtung freigegeben wird. Dafür aber ist die Trasse vor Elmschenhagen zu schmal. Zwecks Verbreiterung opfert man vorübergehend den Radweg. Diese Vorarbeiten, sagt Paraknewitz, „haben die Planer bewusst in die verkehrsärmere Zeit gelegt, um Berufspendler möglichst wenig zu beeinträchtigen.“

Wenn im Spätherbst 2019 die Bautrupps und Asphaltkolonnen endgültig abziehen, sind insgesamt 40 Millionen Euro in den Acht-Kilometer-Abschnitt der B 76 geflossen. Die Bundesstraße besitzt dann eine deutlich verbesserte Tragfähigkeit – auch jenseits einer Zahl von 46 000 Fahrzeugen.

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