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Prozess am Kieler Landgericht : Erzieher soll mehrere Jungen missbraucht haben

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Eigentlich ist ein 38-Jähriger bereits zu zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt. Doch der Fall wird neu aufgerollt. Es gibt noch zu viele Unklarheiten.

Kiel | Weil er mehrere Jungen sexuell missbraucht haben soll, muss sich ein 38-jähriger Erzieher am Dienstag erneut vor Gericht verantworten. Der Mann war vom Amtsgericht Neumünster in erster Instanz zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung von zwei Jungen verurteilt worden.

Insgesamt waren von 2009 bis 2011 sieben Fälle angeklagt. In fünf Fällen wurde er freigesprochen. Sowohl der 38-Jährige als auch die Staatsanwaltschaft legten gegen das Urteil Berufung ein. Der Fall wird deshalb neu aufgerollt. Der Angeklagte sagte auch in der Berufungsverhandlung vor dem Kieler Landgericht: „Die Vorwürfe sind völlig absurd.“ Möglicherweise handele es sich es um „Vergeltung“.

Nach Angaben eines Polizeibeamten wirkte ein damals 16-Jähriger, aber durchaus glaubwürdig. Demnach kam es zu einem Übergriff, als der Junge nachts angetrunken in der Wohnung des Angeklagten auf die Rückkehr der Freundin seines Vaters wartete. Er sei von den sexuellen Übergriffen des 38-Jährigen aufgewacht. Schockiert flüchtete er demnach, trotz Schnees nur auf Socken, ohne Jacke und Handy. Der Erzieher wurde wenig später festgenommen. Es sind sechs Verhandlungstage vorgesehen. Das Urteil wird Ende November erwartet.

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erstellt am 11.Nov.2014 | 13:04 Uhr

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