Ostermärsche : Ermahnung zum weltweiten Frieden

Mit Transparenten zogen gut 200 Teilnehmer aller Altersklassen beim Ostermarsch durch die Kieler Innenstadt.
Mit Transparenten zogen gut 200 Teilnehmer aller Altersklassen beim Ostermarsch durch die Kieler Innenstadt.

Angesichts aktueller internationaler Konflikte ist für Benno Stahn vom Kieler Friedensforum klar: „Selten hat in den letzten Jahren ein Ostermarsch in einer solch bedrückenden Situation stattgefunden wie diesmal.“

shz.de von
17. April 2017, 17:35 Uhr

Der Ostermarsch sei „notwendiger denn je“ – auch weil für Stahn die US-Militärschläge in Syrien und Afghanistan völkerrechtswidrig sind. Gut 200 Teilnehmer nahmen am Sonnabend an der Kundgebung und dem Marsch durch die Innenstadt teil. „Kooperation statt Konfrontation – Die Ostsee muss ein Meer des Friedens sein“ lautete das Motto.

„Wer, wenn nicht wir, soll zu Frieden und zur Beendigung der Militarisierung aufrufen?“, fragte denn auch der DGB-Vorsitzende Frank Hornschu. Er wandte sich in seiner Rede gegen die Forderung von US-Präsident Trump, die Rüstungsausgaben der Nato-Länder zu erhöhen. „Dieses Geld sollte lieber in Bildung, soziale Gerechtigkeit und faire Entwicklungshilfe investiert werden“, so Hornschu, der soziale Gerechtigkeit als Garantie für Frieden und Menschenrechte bezeichnete. „Es bedarf einer breiten Debatte“, so Hornschu weiter, der zudem dazu aufrief, sich Rechtsextremen und Rechtspopulisten, die Hass, Angst und Gewalt schüren, in den Weg zu stellen.

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