Beim Baden verschwunden : Erfolglose Suche nach 31-Jährigem

Nach Laboe geht es mit dem SoVD am 10. Mai.
Nach Laboe geht es mit dem SoVD am 10. Mai.

Experten sehen keine Überlebenschancen mehr für den Urlauber, der am Mittwoch beim Schwimmen vor Laboe verschwand. Die intensive Suche wurde am Abend eingestellt, beteiligt waren alle verfügbaren Rettungskräfte.

shz.de von
26. Juli 2018, 18:07 Uhr



Die Wasserschutzpolizei fuhr gestern zwar noch verstärkt Streife auf der östlichen Außenförde, doch die intensive Suche nach einem 31-jährigen Urlauber ist offiziell eingestellt. Niemand geht davon aus, dass der seit Mittwochnachmittag vor Laboe vermisste Schwimmer noch lebend geborgen werden kann.

Der Alarm erreichte die Rettungskräfte am Mittwoch gegen 15.30 Uhr. Gemeinsam mit einem Freund wollte der Mann offenbar zu einer Bade-Insel vor dem Laboer Strand schwimmen, er kam dort aber nie an. Möglicherweise hat er seine eigenen Kräfte im Salzwasser überschätzt, wollte umdrehen und schaffte es nicht mehr ans rettende Ufer.

Ole Kähler, Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Laboe, schätzt die Schwimmstrecke zwischen dem flachen Strandteil und der Insel auf 50 bis 60 Meter. Als gefährlich gilt der Abschnitt nicht. „Es schwimmen auch acht- oder neunjährige Kinder dorthin“, sagt Kähler. Über die Gründe, warum es der 31-Jährige nicht geschafft hat, lässt sich zurzeit nur spekulieren. Konkrete Hinweise liegen bislang nicht vor.

Mit vereinten Kräften haben sich alle verfügbaren Helfer auf die Suche gemacht. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schickte unverzüglich ihre Kreuzer „Berlin“ und „Vormann Jensen“ auf die Förde, ließ auch die beiden Tochterschiffe „Steppke“ und „Buttscher“ zu Wasser. Taucher waren ebenso im Einsatz wie die Wasserwacht, Helikopter überflogen mit empfindlichen Instrumenten das Areal. Die Laboer Feuerwehr hatte ebenfalls ein Rettungsboot dabei und versuchte außerdem mit Ferngläsern und Wärmekameras, den Vermissten zu sichten. „Bei der Suche nach vermissten Schwimmern ist die erste Stunde entscheidend“, erklärt Ole Kähler die schnell und massiv angelaufene Suche auf der Förde.

Ungezählte Freiwillige an Land und auf Booten waren ebenfalls beteiligt. Doch sämtliche Anstrengungen waren vergeblich. Die Chance, den vermissten Mann lebend aufzufinden, sank von Minute zu Minute. Abends um 21 Uhr wurde die konzertierte Suchaktion nach dem 31-Jährigen dann eingestellt. So bitter es klingen mag: Wenn der Mann tatsächlich ertrunken ist, wird das Wasser ihn in den nächsten Tagen wieder an die Oberfläche bringen. Angesichts der sommerlichen Hochsaison mit den vielen Seglern und Yachten auf der Förde dürfte der Körper nicht lange unentdeckt bleiben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen