Vor der Landtagswahl : „Erbärmliche Aktion“: Piraten und SPD zoffen sich nach Flugblatt

Bei Twitter lieferten sich beide Parteien einen Schlagabtausch. Grund für den Streit: ein Flugblatt der Piraten.

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20. Februar 2017, 12:28 Uhr

Kiel | Der Landtagswahlkampf ist in vollem Gange, Streitigkeiten inklusive. Grund für den jüngsten Zwist in der schleswig-holsteinischen Politik ist ein Flugblatt, das die Piraten am Wochenende in Lübeck verteilten. Darin: zehn Argumente der Piraten gegen die SPD. Die spricht danach von einer „erbärmlichen Aktion“.

Der Streit, über den die Kieler Nachrichten zuerst berichteten, entfachte bei Twitter. Dort machte zunächst Alexander Wagner, Mitglied des SPD-Landesvorstandes, seiner Wut Luft:

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Doch was löste seine Entrüstung aus? Unter dem Titel „Bevor Sie die SPD in den Kieler Landtag wählen, lesen Sie dies“ hatten die Piraten unter ihrem Fraktionsvorsitzenden Patrick Breyer die zehn Punkte aufgelistet. Unter anderem schreiben sie, dass der „publikumswirksame Streit der SPD mit FDP und CDU“ davon ablenken solle, dass sich ihre Positionen in Wahrheit immer mehr annähern würden. Außerdem werfen die Piraten dem SPD-geführten Land Schleswig-Holstein Ausbeutung der Praktikanten vor, die angeblich unbezahlt bis zu sechs Monate dort gearbeitet hätten.

Die Reaktion der Piraten ließ nach dem Post Wagners dann auch nicht lange auf sich warten. Breyer postete bei Twitter noch einmal das Flugblatt, welches seine Partei verteilt hatte - nicht ohne zu betonen, dass man es als „gut gemeinten Denkanstoß“ gemeint habe:

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Ein weiteres Contra kam dann noch vom Landesverband der SPD - und auch der kommt dabei nicht ganz ohne Sticheleien aus:

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Die Landtagswahl in Schleswig-Holstein ist am 7. Mai. Bis dahin dürfte der Wettbewerb zwischen den Parteien noch schärfer werden. Für die Piraten sieht es insgesamt nicht gut aus - die Partei droht, aus dem Landtag zu fliegen.

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