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15. Kieler Museumsnacht : Entdeckungstour durch Kiels Museen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nicht nur etwas für Familien und Best Ager: Die 15. Museumsnacht soll am 29. August wieder Tausende Besucher in die Landeshauptstadt locken.

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2014 | 06:16 Uhr

Autsch – wer das Bild mit dem durch viele Gummibänder entstellten Gesicht sieht, der fragt sich vermutlich – ist das Kunst oder tut das weh? Wie auch immer: Unter dem Titel „Wir sind vernetzlich“ zeigt Bernd Hamann im Brunswiker Pavillon die Aktion „Facelook“. Auch die Besucher der Kieler Museumsnacht können ausprobieren, wie viel Gummiband ihr Kopf aushält. Erinnerungs-Foto inklusive. Der Künstler hofft, dass auf diese Weise eine große Anzahl von Gummiband-Portraits entsteht. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass diese Aktion auch für Jugendliche geeignet ist. Zwischendurch sorgt DJ Atif für Musik.

Angelika Stargardt vom Amt für Kultur und Weiterbildung der Stadt Kiel schüttelt es selbst, wenn sie dieses Bild sieht. Aber es geht ihr darum, mit der 15. Museumsnacht der Landeshauptstadt auch neue, jüngere Zielgruppen anzusprechen – natürlich ohne die klassischen Besucher zu vergraulen. Am Freitag, den 29. August können die Teilnehmer eine riesige Vielfalt der unterschiedlichsten Museen der Landeshauptstadt entdecken – und aktiv werden. Da ist sowohl für jüngere experimentierfreudige Gäste etwas dabei wie für Familien mit Kindern oder an Technik interessierte männliche Besucher. Und wenn das Wetter mitspielt, dann ist ein Besuch der Landeshauptstadt mit rund 1500 durch Kerzenlicht beleuchteten Papiertüten erst recht ein echtes Highlight. Sie werden im Schloßgarten, im Anscharpark, im Klostergarten und im Garten des Maschinenmuseums die Nacht romantisch machen. „Wer Tüten selbst gestalten möchte, der kann sich Exemplare am Infotresen der Stadtgalerie im Neuen Rathaus abholen“, empfiehlt Stargardt – „so lange der Vorrat reicht.“

Die Museumsnacht ist Höhepunkt und Abschluss des Kieler Kultursommers. 24 Museen und Kulturinstitutionen laden dazu ein, ihre Häuser auf dem Ost- und Westufer der Kieler Förde zu erkunden. Von 19 Uhr bis Mitternacht bieten die Einrichtungen ein abwechslungsreiches Programm. Speziell zur Museumsnacht konzipierte Ausstellungen, Aktionen zum Anschauen und Mitmachen für die ganze Familie, Musik und Filme sowie besondere Führungen warten auf die Besucher. So sind neben dem Brunswiker Pavillon auch in der Atelier-Galerie artegrale und dem Atelierhaus im Anscharpark Interessierte eingeladen, künstlerisch tätig zu werden. Kinder haben die Möglichkeit, im Mediendom der FH Kiel Roboter zu programmieren oder im Kieler Kloster Interessantes über Heilpflanzen zu erfahren. Auch für das leibliche Wohl wird in vielen Häusern gesorgt.

In diesem Jahr nimmt der Flandernbunker zum ersten Mal teil, wie Angelika Stargardt berichtet. Dort können Kinder Friedensfahnen bemalen, außerdem gibt es jiddische Musik sowie die Installation eines aufblasbaren Panzers in Originalgröße zu sehen. „Endlich wieder dabei ist das Stadt- und Schifffahrtsmuseum Fischhalle“, freut sie sich. Nach dreijähriger Sanierung erstrahlt die Fischhalle seit dem Frühjahr in neuem Glanz. 800 Exponate und Multimedia-Stationen geben Einblicke in die maritime Entwicklung Kiels aus den vergangenen 150 Jahren und kombinieren Technik und Geschichte. Die Museumsnacht endet mit einem musikalischen Ausklang im Foyer der Stadtgalerie Kiel (Beginn 23.30 Uhr).

In allen 24 Einrichtungen können die Besucher Stempel sammeln und sich so die Chance auf einen Gewinn aus den Museen sichern, etwa kleine Kunstwerke, Exklusivführungen durch die Ausstellungen für bis zu 20 Personen oder eine Fahrt für zwei Personen mit dem Museumsdampfschiff „Bussard“.

Eintrittsbändchen gibt es in allen teilnehmenden Museen, in der Tourist-Information Kiel, im Citti-Markt und im Umsteiger am Hauptbahnhof. Im Vorverkauf kosten sie neun Euro (ermäßigt sechs Euro). Während der Museumsnacht kosten sie an den Abendkassen der Museen zehn Euro (ermäßigt sieben Euro). „Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt frei“, betont Angelika Stargardt. Ein Bändchen berechtigt zum Eintritt in alle teilnehmenden Museen und Einrichtungen sowie zur Nutzung des Bus-Shuttles zwischen den Museen und des Schiff-Shuttles über die Förde. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel in Kiel und Umgebung sind damit von 18 bis 5 Uhr kostenlos zu nutzen. Mehr Informationen, auch zu den teilnehmenden Institutionen, gibt es im Internet unter www.museumsnacht-kiel.de.

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