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neues Friedens-Denkmal : Endstation fürs Kriegsspielzeug

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vor dem Flandernbunker haben Sechstklässler gestern ein neues Friedens-Denkmal eingeweiht. Wasserpistolen, Panzer und Colts warfen sie in den drei Meter hohen Glaskasten – das Kriegsspielzeug wird ausrangiert.

Rechtzeitig zum Kulturmeilenfest in der Wik am 20. September – dieser Tag ist auch Weltkindertag – wurde gestern vor dem Flandernbunker ein neues Denkmal errichtet. In das „Kieler Friedens-Denkmal“, eine drei Meter hohe Glassäule auf einem Betonsockel, können die Kinder, aber auch Erwachsene, „Kriegsspielzeug“ jeglicher Art werfen.

„Wir wollen damit erreichen, dass eine Früherziehung zum Krieg vermieden wird. Zumindest wollen wir die Menschen zum Nachdenken darüber anregen“, so Jens Rönnau, der Vorsitzende des Vereins Mahnmal Kilian. Er betonte, dass das gut 4000 Euro teure Projekt ohne die Unterstützung der vier Sponsorenfirmen Richard Rahn Bauunternehmung, Werkstätten Lange, Glaserei Pries und Ingenieurbüro Conrad Hansen nicht möglich gewesen wäre.

Symbolisch eingeweiht wurde das Denkmal gestern noch während der Aufbauarbeiten von den Kindern der Klasse 6  c der Hebbelschule, die mit ihrer Lehrerin Ill Teichgräber aufschlugen und mitgebrachte Wasserpistolen, Panzer, Colts und Ähnliches per Apfelpflücker oder auch nach dem Basketballprinzip in den Glaskubus beförderten.

„Anfangs waren sie nicht begeistert, ihr Spielzeug herzugeben. Als sie im Unterricht dann aber vom Schicksal der Kindersoldaten hörten, haben sie ihre Meinung schnell geändert“, so Ill Teichgräber. Die Säule soll sich im Laufe der Monate oder auch Jahre langsam füllen. Zusammen mit Unicef wird im Bunker noch bis zum 4. Oktober zudem die Ausstellung „Kinder im Krieg – Kinder wollen Frieden“ präsentiert.

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erstellt am 16.Sep.2015 | 18:49 Uhr

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