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4,9 Prozent mehr Lohn : Einigung im Tarifstreit für Busfahrer in SH

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Busfahrer bekommen mehr Geld: Bei den Tarifverhandlungen haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf 4,9 Prozent mehr Lohn geeinigt.

Gute Nachricht für Busfahrer - und für Pendler im Norden: Rund 1700 Busfahrer in Kiel, Lübeck und Flensburg erhalten 4,9 Prozent mehr Lohn. Darauf einigten sich die Gewerkschaft Verdi und der kommunale Arbeitgeberverband am Freitag in vierter Verhandlungsrunde in Lübeck, wie die Arbeitgeber mitteilten. Die Laufzeit des Tarifabschlusses beträgt 18 Monate. Damit drohen keine weiteren Streiks.

"Beide Seiten haben die Lage so eingeschätzt, dass es im Fall eines Streiks zu einer sehr langwierigen Auseinandersetzung gekommen wäre, bei der es letztlich nur Verlierer gegeben hätte", sagte der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes, Wilfried Kley.

Zufrieden zeigte sich auch Verdi über die deutlichen Lohnzuwächse für die Busfahrer. "Das ist ein Tarifabschluss, der sich sehen lassen kann und nur dadurch möglich wurde, weil die Beschäftigten eine hohe Streikbereitschaft gezeigt haben", sagte Verhandlungsführer Gerhard Mette. Gleichwohl hätte die Gewerkschaft lieber mit Festbeträgen gearbeitet, "weil das den unteren Lohn und Gehaltsgruppen immer deutlich mehr Geld in die Kasse bringt". Dies sei in dieser Tarifrunde aber nicht möglich gewesen.

Ursprünglich hatte Verdi für die Beschäftigten 150 Euro mehr im Monat gefordert. Am Montag hatte die Gewerkschaft mit Warnstreiks den Busverkehr in Kiel und Lübeck nahezu lahmgelegt und damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. In beiden Städten waren insgesamt rund 200.000 Fahrgäste von den Streiks betroffen. Auch viele Schulbusse fielen aus. Erst am Dienstagmorgen fand wieder regulärer Busverkehr statt.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 13:07 Uhr

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