zur Navigation springen

Neue Info-Tafeln : Einfahrtstafel in die Digitalisierung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vorgeschmack auf die „Digitale Woche“ im September: Seit gestern stehen an drei zentralen Plätzen der Landeshauptstadt moderne digitale Info-Tafeln. Jede einzelne besteht aus 300 000 Mini-Dioden, die ihre Helligkeit automatisch den Lichtverhältnissen anpassen.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 18:26 Uhr

Mitte September wird in der Landeshauptstadt die „Digitale Woche“ ihre Premiere feiern. Zu dieser Großveranstaltung hat die Stadt kompetente Partner gewonnen, vor allem aus dem Bereich Wissenschaft und Wirtschaft. So sind etwa die Industrie- und Handelskammer (IHK), das Uni-Klinikum, die Fachhochschule, die Muthesius-Kunsthochschule und die Christian-Albrechts-Universität (CAU) dabei, wenn es um die Digitalisierung und ihre Auswirkungen im täglichen Leben geht. Damit diese Veränderungen künftig auch im Stadtbild gut sichtbar sind, haben die Stadt und die Ströer Deutsche Städte Medien gestern gemeinsam die ersten drei digitalen Informationstafeln freigeschaltet.

An der vielbefahrenen Kreuzung Schützenwall  /  Ringstraße Ecke drückten gestern Mittag Iris Petersen als Stöer-Niederlassungsleiterin und Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer auf den Knopf – und hinter ihnen leuchtete die neue Tafel auf. Sie informiert Autofahrer wie Radler und Fußgänger über wichtige Veranstaltungen in der Region, über Bauarbeiten und Straßensperrungen, über das Wetter an der Förde und vieles mehr.

Natürlich: Die Werbung erhält viel Platz auf den elf Quadratmeter großen Bildschirmen. „Ziel ist es, zwei Drittel Werbung und ein Drittel Informationen zu liefern“, kündigte Iris Petersen an. Als Werbekunden will sie hauptsächlich lokale Kieler Kunden ansprechen. Jede auf den Tafeln laufende Schleife enthält insgesamt 18 Einblendungen für jeweils zehn Sekunden – eine dieser Videos bleibt der Landeshauptstadt für Infos vorbehalten. Damit sind die Tafeln „eine tolle Kommunikationsplattform für uns als Stadt“, erklärte Kämpfer, der bei der Digitalisierung ganz vorne dabei sein möchte.

Die Informationen können standortgenau gesplittet werden. Neben der Kreuzung an der Ringstraße wurde gestern auch die Anlagen an der Alten Lübecker Chaussee und am Westring vor dem Holsteinstadion freigeschaltet. Die jeweiligen zehnsekündigen Einblendungen können sich damit von Standort zu Standort unterscheiden.

Kämpfer nannte die „Screens“ (Bildschirme) als gutes Beispiel dafür, die Digitalisierung vorteilhaft zu nutzen und den Menschen mehr Service zu bieten. Die Anlagen besitzen eine Auflösung von 672 mal 432 Pixel und verfügen damit über nahezu 300  000 winzige Leuchtdioden (LEDs). Die Helligkeit der Bildschirme passt sich automatisch der Tageszeit und dem Wetter an, eine Blendung der Verkehrsteilnehmer gilt als ausgeschlossen. Ein umfassender Test in Wuppertal hat auch keinen Hinweis auf Unfallrisiken gefunden, weil die Autofahrer möglicherweise abgelenkt sind. Sollten sich die ersten drei Digital-Infotafeln bewähren, plant Ströer noch in diesem Jahr die Aufstellung weiterer fünf Anlagen. Insgesamt soll Kiel zwölf Tafeln erhalten.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen