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Gründercup : Ein Wettbewerb für mutige Gründer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Gründercup der Kiel-Region geht ins 13. Jahr – ab heute startet die Bewerbungsphase.

Kiel und die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön sollen als existenzgründerfreundliche Region stärker wahrgenommen werden. Nicht nur in der Region, sondern bundesweit. Zudem wollen die Kieler Wirtschaftsförderer, die Industrie- und Handelskammer Kiel und weitere Unterstützer innovativen Jungunternehmern einen Anreiz bieten, sich durch einen Wettbewerb um den überzeugendsten Businessplan und die interessantesten Geschäftsideen zukunftsfähig aufzustellen. Dafür wurde 2004 der Gründercup der Kiel-Region ins Leben gerufen, der in diesem Jahr in die 13. Runde geht. Heute beginnt wieder die Bewerbungsphase.

Gründer aus dem Wettbewerbsgebiet – ob Handwerk, Handel oder Industrie – können sich bis einschließlich 30. September dieses Jahres anmelden. Gesamtpreise im Wert von 23  000 Euro in den Kategorien Start Up, Innovation und Sonderpreis locken. Zudem werben die Veranstalter mit einem Netzwerk sowie professioneller Beratung und Begleitung. Das unternehmerische Einmaleins könne man dadurch lernen, so Werner Kässens, Geschäftsführer der Kieler Wirtschaftsförderung „KiWi“.

Denn dies ist oftmals notwendig. 2014 gab es bundesweit 900  000 Gründungen, in Schleswig-Holstein rund 27  000 (Zahlen für 2015 liegen noch nicht vor). Laut IHK-Berater Michael Schmidt sind Existenzgründungen „wichtig für unsere Wirtschaftsstruktur“. Doch bei weitem nicht jeder, der sich selbstständig machen will, hat auch Chancen auf dem Markt oder kann eine Bank von seiner Geschäftsidee überzeugen.

Die Kieler Förde-Sparkasse, langjähriger Sponsor des Gründercups, ist im Jahr für rund 100 Existenzgründer „Geburtshelfer“. Doch im vergangenen Jahr mussten die Berater auch 70 Gründungswilligen eine Absage erteilen, erklärte gestern der Vertriebsdirekter für Geschäftskunden, Ralf Reikat. „Es mangelt häufig am kaufmännischen Verständnis“, so Reikat. Auch die eigene Einschätzung für Chancen und Risiken sowie über die Marktpräsenz der Interessenten decke sich zum Teil nicht mit der Sichtweise der Bank.

Bessere Chancen auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg durch die Teilnahme am Wettbewerb möchten die Gründercup-Akteure von folgenden Zahlen ablesen: Seit 2004 hätten 500 Teilnehmer mitgemacht. Von den 50 Preisträgern seien inzwischen mindestens 300 Mitarbeiter eingestellt worden. Überhaupt seien noch 80 Prozent der Unternehmen am Markt, so KiWi-Geschäftsführer Kässens. Als Erfolgsgeschichten gelten etwa die Muschelzucht in Kiel-Holtenau, die Gründerin des Kieler „Unverpackt“-Geschäfts oder die Entwickler des Antihaft-Anstrichs „Solvoluta“ zum Schutz vor Schnecken. „Der Gründercup ist inzwischen ein Qualitätssiegel, mit dem sich junge Unternehmen auch vermarkten“, weiß Werner Kässens.

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erstellt am 01.Mär.2016 | 06:15 Uhr

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