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Armut : „Ein warmes Mittagessen für jeden“: Stiftung lädt zur Infoveranstaltung

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein warmes Mittagessen ist für viele selbstverständlich – doch nicht für alle bezahlbar. Nach dem Bildungs- und Teilhabepaket müssen Eltern einen Euro für eine warme Mahlzeit selbst zahlen. Um die Kinder nicht hungern zu lassen, greift die Stadt ein.

Ein warmes Mittagessen ist für viele selbstverständlich – doch nicht für alle bezahlbar. In Kiel sind 16 Prozent der Bevölkerung auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen, ein Drittel davon allein sind Kinder unter sieben Jahren. Um ihnen gleiche Bildungschancen zu ermöglichen und für ein warmes Mittag zu sorgen, lädt die städtische Stiftung „Bildung macht stark“ für nächsten Mittwoch, 26.Februar, ab 18.30 Uhr zur Informationsveranstaltung. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, sagt Botschafterin und ehemalige Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz. In ihrer Amtszeit meldete sich das Kieler Ehepaar Murmann und sicherte aus dem Privatvermögen 2,5 Millionen Euro für die Mittagsversorgung der bedürftigen Kieler Kinder zu. „Darunter fallen alle, deren Eltern sich den einen Euro, der nach dem Bildungs- und Teilhabepaket selbst zu finanzieren bleibt, nicht leisten können“, erklärt Volquartz. Auch Kinder von Geringverdienern oder mit Migrationshintergrund aber ohne offiziellen Leistungsanspruch konnte daraus seit 2008 ein warmes Mittagessen finanziert werden. 2011 gründete die Stadt eine Stiftung, um weitere Mittel und Spenden einwerben zu können, damit die Unterstützung verlässlich bleibt und fortgeführt werden kann. Denn das Geld der Murmanns würde nur noch für zwei Jahre reichen. Täglich werden derzeit rund 2300 Essen bezuschusst, hauptsächlich für Kindergarten- und Grundschulkinder. Insgesamt wurden schon fast eine Millione Mittagessen gefördert. Volquartz: „Es ist erwiesen, dass die ersten Jahre eines Kindes prägend für die ganze Zukunft sind, deshalb wollen wir, dass alle Kinder einen guten Start haben. Jeder Euro zählt.“

Wer sich für die Stiftung interessiert, kann beim Empfang im Rathaus mehr erfahren: Hier werden betroffene Schulleiter und Stiftungsmitglieder aus dem Alltag berichten.


Wann und Wo? Rathaus, Ratssaal, 26.Februar ab 18.30 Uhr

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erstellt am 22.Feb.2014 | 05:15 Uhr

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