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Rosemarie Kilian : Ein Park für die Grande Dame des Kieler Theaters

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sie prägte über Jahrzehnte die Kieler Theaterwelt: Rosemarie Kilian stand bis ins hohe Alter auf der Bühne. Die Stadt hat jetzt einen Park nach der Kammerschauspielerin benannt.

„Hätte man ihr gesagt, dass ein Park nach ihr benannt wird, hätte sie ärgerlich gesagt, dass sie das nicht braucht – aber gleichzeitig hätte sie sich wahnsinnig gefreut“, sagte Kiels Generalintendant Daniel Karasek anlässlich der Benennung einer Grünanlage in „Rosemarie-Kilian-Park“. Der Park, Teil der Grüntangente zwischen Schrevenpark und Feldstraße, liegt im Bereich Mittelstraße, Knooper Weg und Lehmberg.

Die Initiative, ihn nach der großen Dame des Kieler Theaters, der Kammerschauspielerin Rosemarie Kilian, zu benennen, ging von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer aus. Nicht nur, weil Rosemarie Kilian in unzähligen Bühnenrollen zu einer der ganz großen Persönlichkeiten des Kieler Kulturlebens mit einer Bedeutung weit über die Grenzen der Stadt hinaus gehörte. „Sie hat sich auch für die Anliegen der Schauspieler stark gemacht und war eine aktive Bürgerin, die sich eingemischt hat, die auch leidenschaftlich Anteil am Geschehen in der Stadt nahm“, so Kämpfer weiter. Auch Karasek hob den Facettenreichtum von Rosemarie Kilian hervor, der sich nicht nur auf ihre schauspielerische Tätigkeit beschränkte. „Sie hatte eine unglaubliche Energie und war ein vorbildlicher Mensch“, so Karasek.

Rosemarie Kilian wurde 1919 in Landsberg an der Warthe geboren und kam 1969 von Freiburg nach Kiel, wo sie fast 40 Jahre lang am Theater engagiert war und bis ins hohe Alter spielte. „Wir hätten niemals erwartet, dass einmal ein Park nach unserer Mutter benannt wird und sind sehr, sehr stolz darauf“, sagte Tochter Sybille Kilian und wies darauf hin, dass ihre Mutter Kiel und Schleswig-Holstein liebte – mit Ausnahme des Wetters. Bevor Kämpfer, Karasek und Sybille Kilian das Schild im Beisein von Angehörigen sowie Vertretern der Stadt und des Theaters enthüllten, sang Enkelin Louisa Kilian, die ebenfalls eine Schauspielausbildung absolviert hat, ein Lied. Und was wäre passender als das Katja-Ebstein-Chanson vom „Theater“.

Rosemarie Kilian wurde 1996 zur Kammerschauspielerin ernannt, 2003 wurde ihr die Ehrenmitgliedschaft der Bühnen der Landeshauptstadt Kiel verliehen, 2009 erhielt sie das Prunksiegel der Landeshauptstadt und 2011 den Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein. Ihr großes Engagement galt in den letzten Jahren dem Theatermuseum, welches auf ihre Initiative hin 2004 gegründet wurde. Rosemarie Kilian verstarb am 31. Januar 2014 im Alter von 94 Jahren.

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