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Ein kleiner Kiosk mit großer Botschaft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Jahrzehntelang diente das kleine Gebäude aus den 50er-Jahren an der Augustenstraße in Kiel-Gaarden als beliebter Kiosk. Es stand später zeitweilig leer und nach einem Brand vor Jahr und Tag sogar vor dem Abbruch. Doch heute präsentiert sich „Auguste“ als Nachbarschaftstreff und als Vorzeigeprojekt. Mit Unterstützung der Stadt hat das Unternehmen Vonovia als Nachfolgerin der früheren Kieler Wohnungsbau-Gesellschaft KWG hochmoderne Energiesanierung verwirklicht. Als Dank händigte Bürgermeister Peter Todeskino dem Vonovia-Geschäftsführer Ulrich Schiller gestern die „Klimagaarden“-Plakette aus.

„Klimagaarden“, 2014 ins Leben gerufen, soll beweisen, dass auch im Altbau eine Sanierung möglich ist. So verfügt „Auguste“ beispielsweise über eine platzsparende Vakuumdämmung im Fußboden, über eine Einblasdämmung im Dach, über eine Wärmepumpe als Heizung und über punktuelle Wärmetauscher. Die Behindertentoilette ist verschiebbar – das spart nach Auskunft des Städtischen Baudirektors Peter Wartenpfuhl 90 Zentimeter an Breite.

Laut Schiller hat Vonovia gut 50  000 Euro in das kleine Musterhaus gesteckt, das sich mit errechneten 272 Kilowattstunden im Energieausweis noch um 40 Prozent sparsamer gibt als vergleichbare Neubauten. „Auguste“ soll den Nachbarn und Gästen nicht nur aus Gaarden zeigen, was technisch und – bei entsprechender Förderung – auch finanziell möglich ist. Todeskino spricht von behutsamer Stadterneuerung, die den Charakter des Quartiers bewahrt. Er kündigte an, dass im Frühjahr ein ähnliches Projekt in Schilksee gestartet wird – dieser Stadtteil ist seit der Olympiade 1972 kräftig in die Jahre gekommen.

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