Wettbewerbs-Finale : Drei Kieler kämpfen um „Hammer“-Titel

Pascal Dwars traumt von einer Musikerkarriere.
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Pascal Dwars traumt von einer Musikerkarriere.

Heute Abend auf der NDR-Bühne am Ostseekai: Wer wird „Schleswig-Holstein-Hammer 2014“? Drei Kieler Bewerber sind unter den acht Finalisten. Wir stellen sie vor.

shz.de von
24. Juni 2014, 06:51 Uhr

Unter den acht besten Künstlern der landesweiten Talentsuche für den „Schleswig-Holstein-Hammer“ sind gleich drei Kieler. Sie eint die Liebe zur Musik und der Siegeswille. Sie sind sich auch einig beim olympischen Gedanken: „Es bis hierher geschafft zu haben, ist schon großartig.“ Doch wer sind die drei, denen Besucher heute Abend auf der NDR-Bühne am Ostseekai per Applausometer zum Titel verhelfen können?

Den Anfang macht Pascal Dwars (24). Mit „Bonfire Heart“ von James Blunt steht er um 20 Uhr als erster auf der Bühne. Für ihn ist es das erste Mal vor so vielen Menschen. Aufgeregt? „Na, vielleicht ein bisschen. Aber ich glaube, dass es eigentlich egal ist, ob man vor hundert oder tausend Leuten singt“, erzählt der gelernte Abdichtungsmechaniker. Bisher stand er bei Familienfeiern auf der Bühne. Sein erstes „richtiges“ Konzert gab der 24-Jährige vor etwa einem Monat im „Galileo“. Was bedeutet ihm Musik? Pascal Dwars: „Es ist eigentlich mein Leben. Ich hab’ in der Schule angefangen Instrumente zu lernen, dann den Gesang für mich entdeckt und mich auch getraut, mal vor anderen zu singen.“ Balladen sind seine Leidenschaft. Aber er will auch tanzbare Lieder produzieren. Sein großer Traum: „Ich würde gern irgendwann von meiner Musik leben.“

Um 20.15 Uhr ist Anna Hengelhaupt an der Reihe. Die 27-Jährige gebürtige Kielerin hat in Oldenburg Musik und Sport auf Lehramt und Musikwissenschaften studiert, beginnt nach den Sommerferien ihr Referendariat in Neumünster. Sie singt, „seit ich denken kann“. Nach der musikalischen Früherziehung mit drei Jahren war sie in verschiedensten Kinderchören, lernte erst Block- und dann Querflöte. Ab dem 13. Lebensjahr nahm sie professionellen Gesangsunterricht. Heute singt sie in zwei Kieler Bands: den „Guardians“ und den „Linewalkers“. „Für Gospel, Soul, Blues und Country schlägt mein Herz“, erzählt Anna Hengelhaupt, Zweitname Katharina. Neben Bandauftritten gibt sie auch allein Konzerte, auf Hochzeiten oder Geburtstagen. „Ich mag eigentlich keine Wettbewerbe“, sagt sie, doch mein Vater sagte: ‚Bewirb dich da mal.‘“ Und jetzt findet sie es toll, dass sie von 50 Bewerbern unter die acht Finalisten gekommen ist. Am Ostseekai wird sie ihre Coverversion von Sarah McLachlans „Angel“ singen. Sie steht auch mit den „Linewalkers“ am Freitag ab 23 Uhr auf der Bühne im Irish Pub.

Die vier Jungs von „D.E.P“. machen seit mehr als zehn Jahren zusammen Musik und treten mit ihrem eigenen Song „Imagemeer“ auf. Angefangen haben sie mit Mitte 20, damals stand englischsprachiger Poppunk auf dem Programm. Ihr Name D.E.P. – steht für „Dog eared pages“ (Eselsohren) – stammt noch aus dieser Zeit. Heute ordnen sie sich selbst dem Deutschrock zu, „irgendwo zwischen Revolverheld und Ärzte“, sagt Sänger Stefan Schmidt. Wie kam der Wandel? Schmidt: „Wir haben gemerkt, dass die Leute viel mehr darauf achten, was wir singen, wenn es auf Deutsch ist.“ Die Anzahl der Konzerte, die die Band gibt, hat sich von rund 50 auf heute etwa 20 reduziert. Aber auf die freuen sie sich dann richtig. Warum machen sie beim Wettbewerb mit? Gitarrist Arne Eckholdt: „Wir haben zur Kieler Woche nahezu schon auf jeder Bühen gespielt – außer am Ostseekai. Das war der Ansporn für die Bewerbung.“ Bühnenerprobt sind D.E.P. in jedem Fall: Als Support spielten sie schon vor Juli, Jennifer Rostock oder vor den H-Blockx. Wer sie nicht nur am Dienstag um 20.44 Uhr anfeuern will: Sie spielen auch am 27. Juni ab 1 Uhr in der „Pumpe“.

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