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Olympia 2024 : „Die Segler würden Kiel wählen“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vier Wochen vor der Abstimmung über die deutsche Olympia-Bewerbung sieht Oberbürgermeister Ulf Kämpfer gute Chancen für seine Stadt, die „Sailing City“. Die Segelwettbewerbe 2024 wären nach 1936 und 1972 die dritten olympischen Regatten an der Kieler Förde.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2015 | 11:11 Uhr

Im Rennen um den deutschen Bewerberstandort für die olympischen Segelregatten im Jahr 2024 hat Kiel aus Sicht von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) die besten Aussichten. „Ich bin sehr optimistisch, dass Kiel Teil der deutschen Bewerbung wird“, erklärte er. Schwieriger wird es nach seinen Worten für die deutschen Kandidaten Hamburg oder Berlin sein, sich gegen die internationale Konkurrenz durchzusetzen. Neben Kiel bewerben sich auch die Hansestädte Lübeck und Rostock-Warnemünde um die Austragung der Segelwettbewerbe.

„Die unbestreitbare Qualität des Segelstandorts mit hohem internationalen Ansehen und die große Begeisterung der Kieler gehören zu unseren wichtigsten Argumenten“, sagte Kämpfer. „Wer, wenn nicht die Stadt, die jährlich mit der Kieler Woche die weltgrößte Segelveranstaltung organisiert, sollte Olympia können?“ Kämpfer setzt auch auf die Stimmung unter den Sportlern: „Wenn die Segler entscheiden würden, wäre Kiel ihre Wahl.“ Selbst bei einem deutschen Votum für Berlin statt Hamburg wäre noch nicht das letzte Wort für Rostock-Warnemünde und gegen Kiel gesprochen, meinte der Oberbürgermeister. „Allerdings sehe auch ich in Berlin/ Warnemünde und Hamburg/Kiel die wahrscheinlichsten Kombinationen.“ Der Deutsche Olympische Sportbund  entscheidet am 21. März, ob Deutschland mit Hamburg oder Berlin in das Rennen für 2024 ziehen wird.

Kiel hatte bereits 1936 und 1972 die Segelregatten veranstaltet. „Olympia 1972 war eine ganz große Sache. Wer damals dabei war, bekommt immer noch leuchtende Augen“, sagte Kämpfer. Noch heute fühlt er sich in der Stadt ständig mit vielen positiven Spuren von damals konfrontiert. „Bekämen wir den Zuschlag für 2024, würde das erneut beträchtliche positive Effekte für die Infrastruktur bringen“, sagte Kämpfer. Das Segeln bestimme aber auch die Seele der Stadt mit, die sich „Sailing City“ nennt. „Kiel ist der einzige deutsche, international anerkannte Segelstandort“, sagte der Oberbürgermeister.

In Kiel hat sich die Ratsversammlung nahezu einstimmig für Olympia ausgesprochen. In den nächsten Monaten will die Stadt die Planungen kräftig vorantreiben. Dann dürfte sich auch entscheiden, ob das olympische Dorf wieder in Schilksee aufgeschlagen wird oder „nebenan“ auf dem MFG-5-Gelände in Holtenau. Im November ist ein Bürgerentscheid geplant. Dass diese Abstimmung pro Olympia verläuft, daran hat Kämpfer keinen Zweifel: „Darauf verwette ich mein dreifaches Jahresgehalt.“

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