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Nacht der Wissenschaft : Die Region als Experimentierfeld

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am Freitag, 29. September, darf wieder nach Herzenslust geforscht und experimentiert werden. Im Vergleich zum Vorjahr breitet sich die „Nacht der Wissenschaft“ von der Stadt Kiel ins gesamte Umland aus. Eckernförde, Plön, Preetz und Rendsburg sind diesmal auch dabei.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2017 | 18:23 Uhr

Achtung: Mit Experimenten muss gerechnet werden. Für Freitag, 29. September, steht die „Nacht der Wissenschaft“ an. Wieder mit weit über 150 Vorträgen, Vorführungen, Ausstellungen, Filmen und Probierstationen. Doch mit grundlegend neuen Konzept. War die „Nacht der Wissenschaft“ 2016 noch eine komplett städtische Veranstaltung auf Kieler Boden, ist diesmal die gesamte Region rings um die Landeshauptstadt einbezogen. Neben Kiel sind Eckernförde, Plön, Preetz und Rendsburg bei der Großveranstaltung dabei.

Die „Nacht der Wissenschaft“ im Großraum an der Förde gehört zu der europaweiten „Researchers’ Night“ (Nacht der Forscher), die zeitgleich in 300 Städten in 27 Ländern stattfindet. Die Region Kiel darf sich folglich verbündet sehen mit Städten wie London, Madrid oder Lissabon. Federführend ist die Kiel-Region GmbH. Wie Jana Haverbier gestern beim Pressegespräch im Rathaus betonte, sind im Programmheft spezielle Veranstaltungen für Kinder ebenso ausgewiesen wie Angebote für Jugendliche. „Wir wollen allen Besuchern Wissenschaft zum Anfassen bieten.“

So ist Ilka Parchmann, Vizepräsidentin der Christian-Albrechts-Universität, froh darüber, dass sich sieben der acht Uni-Fakultäten an der „Nacht“ beteiligen. „Wir leben nicht mehr im Elfenbeinturm“, sagt die Wissenschaftlerin und verspricht kurzweilige Vorträge unter Überschriften wie „Forschungsexpress“, „Magische Überlagerungen“ oder „Tschüss Schnecke“ – dahinter verbirgt sich die Vorstellung der ökologischen Eigenentwicklung Schnexagon.

Vorträge im 20-Minuten-Takt kündigt Marion Krüger vom UKSH-Gesundheitsforum im Citti-Park an. Thematische Schwerpunkte am Abend des 29. September sind „Das Gesunde Leben“ und „Mit Hightech gegen Krankheit“. So geht es etwa um die Haut als Spiegel der Umwelt und der Seele, aber auch um den Kollegen Roboter, der so präzise wie kein anderer Chirurg operieren kann.

Stadträtin Renate Treutel ist überzeugt, dass sich Wissenschaft unterhaltsam vermitteln lässt: „Man muss die schwere Kost nur ansprechend servieren.“ Gerade weil Forschung meist im Hintergrund läuft und als sperrig empfunden wird, bietet die „Nacht der Wissenschaft“ den Weg an die Öffentlichkeit. Insgesamt ist die Stadträtin „stolz auf einen starken Wissenschaftsstandort, der europaweit sichtbar wird.“

SCHÜLER-BATTLE: Eingebettet in die „Nacht der Wissenschaft“ ist diesmal ein Schüler-Wettkampf frei nach dem Motto „Lust auf Wissen “. Ralf Reikat als Vertriebsdirektor der Förde-Sparkasse – Hauptsponsor der Veranstaltung – erklärt das Verfahren. Vier Städteteams aus zehn Schulen ( Eckernförde, Plön, Preetz und Rendsburg) treten sowohl gegeneinander als auch gegen eine Mannschaft der Wissenschaftler an. Lutz Kipp als Uni-Präsident, Udo Beer als FH-Chef und Ulf Kämpfer als Kieler Oberbürgermeister haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Die Schülerteams sitzen in den jeweiligen Sparkassen-Filialen, die erwachsenen Kontrahenten haben ihre Denkfabrik im Kieler Citti-Park. Über Großleinwände wird der „Battle“, den André Santen von Kiel aus moderiert, live in sämtliche Teilnehmer-Städte übertragen. Delegationen schicken (aus Eckernförde) die Grund- und Gemeinschaftsschule, die Jungmannschule und die Peter-Ustinov-Schule, (aus Plön) das Schloss-Gymnasium und die Schule am Schiffsthal, (aus Preetz) das Friedrich-Schiller-Gymnasium und die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, (aus Rendsburg) das Gymnasium Kronwerk, das Helene-Lange-Gymnasium und die Herderschule. Für ihre Stadt können die Schüler 1008,50 Euro gewinnen und für ihre Schule noch einmal 2017 Euro.

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