Sport- und Freizeitbad : Die Eröffnung verzögert sich

Die Wasserrutsche ist so gut wie fertig: Für den Probelauf, den der Tüv vor der Eröffnung verlangt, wird die Stadt noch freiwillige Testpersonen suchen.  Fotos: Carstens (3)
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Die Wasserrutsche ist so gut wie fertig: Für den Probelauf, den der Tüv vor der Eröffnung verlangt, wird die Stadt noch freiwillige Testpersonen suchen. Fotos: Carstens (3)

Noch steht kein Termin für die Fertigstellung des modernen Sport- und Freizeitbades mit seinen insgesamt fünf Becken und mit der großzügigen Saunalandschaft auf dem Dach. Doch die Vorfreude ist groß bei den Beteiligten am 26-Millionen-Projekt an der Hörn.

shz.de von
15. Januar 2018, 20:03 Uhr

Auf Schwimmrunden im neuen Sport- und Freizeitbad (Spuf) müssen die Wasserratten im Großraum Kiel noch ein paar Monate warten. Eigentlich sollte der mächtige Bau, der gegenwärtig direkt neben der Gablenzbrücke hochgezogen wird, bereits im Herbst 2017 fertig sein. Doch Baumängel und Nachbesserungen führten zur monatelangen Verzögerung. Einen Eröffnungstermin gibt es noch nicht.

Das gaben Axel Scheel als städtischer Projektleiter und Gabriele Wiesmann-Liese als Amtsleiterin der Immobilienwirtschaft beim Rundgang über die Baustelle bekannt. Einzelheiten nannten sie nicht. Auch zu möglichen Kostensteigerungen machten sie keine Angaben. Bislang liegt das Volumen bei 26 Millionen Euro – das entspricht der Kalkulation beim Richtfest im September 2016.

Die Vorfreude ist riesig. „Wir toppen alles“, erklärt Scheel mit Blick auf das (noch leere) 50-Meter-Becken, das mit seinen acht Wettkampfbahnen sogar die Uni-Schwimmhalle übertrumpft t und im Lande seinesgleichen sucht. Eine variable Wendebrücke kann das große Becken stufenlos unterteilen und etwa für ein 30 Meter langes Wasserballfeld sorgen.

Ein eigenes Freizeitbecken mit Sprudelbänken und Wasserpilz, ein gesondertes Planschbecken mit benachbarten Kaffeetischen für die Eltern, ein spezielles Lehrschwimmbecken für Schulklassen und ein Außenbecken ergänzen das Angebot im neuen Spuf. Es kann, wenn man die Zahl der Spinds als Maßstab nimmt, gut 800 Badegäste gleichzeitig aufnehmen, wie Scheel erklärt.

Er führte gestern auch den Rohbau der Saunalandschaft vor, die im Obergeschoss eingerichtet wird und einen erhabenen Blick über die Förde gewährt. Und wer im Technik-Keller die Anlage mit ihren Pumpen, Lüftungsrohren, Dosiereinrichtungen, Überlaufbecken, Schaltkästen und Filteranlagen erblickt, versteht, warum sich Stadt und Technik-Firmen einen mehrwöchigen Probelauf ausbedingen. Angeblich sind im Spuf nicht weniger als 34 Kilometer Kabel verlegt, die 2700 Parameter für den Badebetrieb liefern. Das soll erst einmal vernünftig koordiniert werden.

Auch die Wasserrutsche – zu erkennen an den schwarzen Röhren an der Südseite – muss vom Tüv vor der Freigabe geprüft werden. Dafür sucht die Stadt noch Freiwillige, die auf Reifen durch die Anlage sausen. Doch auch für den Probelauf existiert noch kein Meldetermin – den will Scheel aber rechtzeitig bekannt machen.

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