Richtfest : Die alte Leidstelle wird bald zur hochmodernen Leitstelle

So wird es aussehen: Der backsteinrote Würfel der neuen Leitstelle (Mitte), rechts der Schlauchturm der Berufsfeuerwehr.
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So wird es aussehen: Der backsteinrote Würfel der neuen Leitstelle (Mitte), rechts der Schlauchturm der Berufsfeuerwehr.

Mit dem Richtfest für den ersehnten Neubau der Zentrale am Westring kündigen sich bessere Zeiten an. Im September sollen die vielen Jahre der beengten Arbeitsplätze und schlecht klimatisierten Räume endgültig vorüber sein.

shz.de von
12. Januar 2018, 17:47 Uhr

Der Zeitplan steht: Im Herbst soll die regionale Leitstelle umziehen, dann sollen die Kollegen, die sogenannten „Disponenten“, deutlich bessere Arbeitsbedingungen vorfinden. Gestern war Richtfest für den auf sieben Millionen Euro veranschlagten Neubau.

Über die bundeseinheitliche Rufnummer 112 gehen bei der Integrierten Regionalleitstelle Mitte (abgekürzt: IRLS Mitte) durchschnittlich 800 Notrufe pro Tag ein. Die Leitstelle der Berufsfeuerwehr ist zuständig für die Landeshauptstadt Kiel sowie für die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön. Die Anforderungen wachsen. „Pro Jahr haben wir eine Einsatzsteigerung von 3 bis 5 Prozent im Rettungsdienst,“ erklärt Henrik Lehn, Leiter der IRLS Mitte.

Deshalb begann vor einem Jahr der Bau einer neuen Regionalleitstelle auf dem Gelände der Kieler Hauptfeuerwache am Westring. Konzipiert wurde das Haus vom Architektenbüro Schmieder-Dau. „Es geht darum, Menschen Hilfe zu leisten. Da darf uns kein Bauwerk und keine Technik zu teuer sein, um das professionell zu organisieren,“ betonte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer gestern in seiner Rede vor den Gästen der Richtfeier. Für ihn ist der Neubau ein „tolles Zeichen für interkommunale Zusammenarbeit“.

Lehn als Chef der IRLS Mitte bedankte sich bei den beteiligten Bau- und Planungsfirmen für die gute Zusammenarbeit und hob besonders die Arbeit des Poliers Johannßon hervor. Ab sofort beginnt der Innenausbau, auch die Arbeiten an der Fassade starten durch. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für den Sommer geplant. Nach einem Probebetrieb soll die ersehnte Umschaltung auf die neue Leitstelle dann voraussichtlich Ende September erfolgen.

Der neue hochmoderne Leitraum ist mit 300 Quadratmetern fünf Mal so groß wie der bisherige, er beherbergt 15 Einsatzplätze. Weitere sechs Plätze sind in den Nebenräumen vorgesehen. Bei Großeinsätzen und ungewöhnlichen Notsituationen können hier die Einsätze getrennt vom regulären Betrieb koordiniert und abgewickelt werden – das war bisher nicht möglich. Moderne EDV-Technik sowie eine angemessene Klima- und Lüftungstechnik – die am bisherigen Standort vermisst wird – tragen zu weiteren wichtigen Verbesserungen bei.

In das neue Gebäude ziehen zudem der Führungsstab der Feuerwehr und auch die Servicestelle Digitalfunk ein. Insgesamt werden sich die Gesamtkosten des Gebäudes mit einer Nutzfläche von 2000 Quadratmetern auf rund 7 Millionen Euro belaufen.

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