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Zob hat ausgedient : Die Abrissbagger sind bestellt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es ist soweit: Nach Jahren der Planung wird der Zentrale Omnibus-Bahnhof (Zob) in der Kieler Innenstadt verschwinden. Die Verträge mit den Dauerparkern sind zum Jahresende gekündigt. Im Zentrum könnte es eng werden, denn die Standorte für die Haltestellen der Busse werden ringsherum verteilt.

Die Tage des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (Zob) in der Kieler Innenstadt sind gezählt. Die Dauerparkplätze im Parkhaus sind zum Jahresende gekündigt, im Frühjahr sollen die Abrissbagger anrücken. Nach städtischer Planung soll Platz geschaffen werden für einen weiteren Hotelkomplex und einen modernen Zob (wie berichteten). Für die Übergangszeit der Bauarbeiten, die mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen, werden die Haltepunkte für die Regional- und Fernbusse in der Umgebung verteilt. In der Innenstadt dürfte es also enger als bisher werden.

Der jetzige Zob wurde für die Segelolympiade 1972 in Kiel erstellt. Er galt mit seiner Aussicht auf die Kieler Förde, mit der Kombination von Bus-Bahnhof und Parkdecks sowie der Direktpassage zu den Gleisen – sie wurde vor Jahren im Zuge der Bahnhofsmodernisierung abgerissen – als hochmodern. Doch diese Zeiten liegen lange zurück. An den Pfeilern bröckelt seit der Jahren der Rost. Möven und Tauben lassen ihre Verdauungsrückstände auf das Pflaster niederregnen, und an vielen Stellen riecht es bedenklich. Zudem ist es zugig und kalt, die Warterei auf den nächsten Bus ist nicht gerade angenehm. Seit Jahren schon galt der Zob als abgängig, jetzt naht das letzte Stündlein.

Die Baustelle, die sich im Frühjahr zeigen wird, zwingt Busfahrer und andere Besucher der Innenstadt allerdings zum Umdenken. Nicht nur, weil 300 Parkpläte entfallen. Sondern auch, weil die Haltestellen der Busse in der Umgebung verteilt werden, was ebenfalls auf Kosten der Stellplätze im Zentrum geht. Neben dem Areal hinter dem Cap am Bahnhof ist dann auch der Parkstreifen auf der Kaistraße direkt vor dem Cap als Einsteigezone vorgesehen.

Besonders kritisch könnte es auf der Raiffeisenstraße am Bahnhofsvorplatz werden, wo sich heute schon in den Stoßzeiten häufig der Verkehr staut. Mit den Bussen, die künftig hier ihre Passagiere einsammeln erden, ist dann noch mehr Geduld aller Verkehrsteilnehmer gefragt. Weitere Ausweichzonen sind vorgesehen auf den jetzigen Busspuren vor dem Sophienhof sowie am Ziegelteich vor dem Karstadt-Haus. Und selbst die bisherige kleine Parkfläche vor der Hauptpost am Stresemannplatz soll ab Frühjahr Platz für die großen Busse bieten.

Wann das Provisorium beendet wird, steht zurzeit noch nicht fest. Doch von mindestens einem Jahr Bauzeit können alle Beteiligten ausgehen: Buspassagiere und Bahnhofsgäste, Innenstadtparker und Hotelgäste.

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erstellt am 13.Okt.2014 | 21:34 Uhr

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