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Saisonausklang : Dickes Lob fürs Camp 24/7

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit der traditionellen Übergabe des Steuerrads geht das kleine Segler-Dorf an die Kiellinie in die Winterpause. Eingerichtet wurde es 2003, als Kiel sich schon einmal in die Liste der Olympia-Bewerber einreihte. Heute sind die Bedingungen besser als vor zwölf Jahren.

Die Saison ist so gut wie vorbei. Die letzten Trainingsstunden auf dem Wasser laufen an diesem Wochenende, ab Montag wird das Segelcamp 24/7 an der Kiellinie dann abgebaut und über den Winter eingelagert. Traditionell überreichten gestern junge Nachwuchssegler das Steuerrad an Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und an Frank Meier, den Vorstandschef der Stadtwerke als Hauptsponsor – im Frühjahr bekommen es die Nachwuchssportler dann wieder ausgehändigt.

Zum Abschluss der mittlerweile 13. Saison erinnerte Kämpfer an die Ursprünge des Segelcamps. Eingerichtet wurde es nämlich 2003 für die (damals gescheiterte) Olympia-Bewerbung. „Das Aus lag aber nicht an Kiel“, hielt Kämpfer fest: „Leipzig und Rostock haben’s versaut.“ Heute befindet sich die Landeshauptstadt an der Förde in einer vergleichbaren Bewerberposition – allerdings mit deutlich besseren Chancen. Erst 2017 wird die Entscheidung über den Austragungsort der olympischen Spiele und der Segelwettbewerbe 2024 fallen. Kämpfer gestern wörtlich: „Wir haben noch zwei Jahre Zeit, mit allem zu werben, was wir haben.“

Der OB wandte sich direkt an die Viertklässler der Friedrich-Junge-Grundschule, die mit roten Schwimmwesten und ihren blauen oder rosa Käppis vor der kleinen Bühne standen. „Eine oder einer von Euch könnte 2024 dabei sein“, blickte Kämpfer in die Zukunft. Er selbst hatte im vergangenen Jahr, als er frisch im neuen Rathaus-Amt war, seinen Jollen-Schein gemacht. In dieser Saison frischte er seine Kenntnisse auf, zusammen mit seinem Sohn Johann, der zu den tausenden Neulingen im Segelcamp gehörte.

Insgesamt waren allein 50 Schulklassen auf dem Wasser unterwegs. Die Aktivitäten im Camp 24/7 wurden von Jahr zu Jahr erweitert. Mittlerweile stehen vom einstündigen Schnuppersegeln bis zum mehrtägigen Optimisten-Training rund 30 verschiedene Angebote auf der Innenförde den jungen (Umland-) Kielern zur Verfügung.

Auf das Motto „Sailing Kiel – Sailing Kids“ ging auch Stadtwerke-Chef Meier ein: „Jedes Kind sollte segeln lernen.“ Er lobte das maritime Flair im Segelcamp. „Das spüren auch die Passanten auf der Kiellinie“, zeigte sich Meier überzeugt. Deshalb ist er hoffnungsvoll wie Kämpfer, was den 29. November angeht. An diesem Tag nämlich läuft die Bürgerabstimmung über die Kieler Olympia-Bewerbung. Meier hielt fest: „Und die Eltern der jungen Segelkinder machen das Kreuz bestimmt an der richtigen Stelle.“  

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erstellt am 10.Sep.2015 | 17:14 Uhr

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