Gründer-Cup : Dickes Lob für junge Existenzgründer

Die Baltic Breakers lieferten mit ihrer akrobatischen Vorführung das passende Bild zur „Gründer-Cup“-Veranstaltung. Wenn das Fundament steht, wenn die Grundlagen stimmen, kann es hoch hinaus gehen – aber eben auch nur dann.
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Die Baltic Breakers lieferten mit ihrer akrobatischen Vorführung das passende Bild zur „Gründer-Cup“-Veranstaltung. Wenn das Fundament steht, wenn die Grundlagen stimmen, kann es hoch hinaus gehen – aber eben auch nur dann.

Zum 13. Mal ausgerichtet: Der „Gründer-Cup“ belohnte gestern einfallsreiche Initiativen. Business-Kleidung für Frauen, archäologische Beratung und Bier von der Küste gehören dazu, und das Konzept, DNA-Sequenzen zu bewerten.

shz.de von
14. Dezember 2016, 19:31 Uhr

Sie halten die Fahne hoch. Wilfried Sommer, Vorstandsmitglied der Förde-Sparkasse, lobte Mut, Einfallsreichtum und Kreativität der Bewerber. Und Werner Kässens, Geschäftsführer der Kieler Wirtschaftsförderung, sieht im Projekt „Gründer-Cup“ eine einzigartige Werbung für die gesamte Region. Gestern wurden in der Zentrale der Förde-Sparkasse die Preise des Wettbewerbs vergeben, der Existenzgründer mit vielversprechenden Konzepten fördern möchte.

35 Jung-Unternehmer hatten sich der Jury vorgestellt. Zehn von ihnen überzeugten die Veranstalter mit ihren „Business-Plänen“ so sehr, dass sie eine Einladung zur Endrunde erhielten. Unter ihnen waren Jan und Jasmin Szerny. Die promovierten Meereskundler kehren der Wissenschaft mit ihren Zeitverträgen den Rücken und widmen sich fortan der Bierherstellung. In der alten Garnisonsküche der Festung Friedrichsort haben sie ihre „Küstenbrauerei“ eingerichtet und auch schon ihre ersten Biere produziert – teilweise sogar mit Hopfen, der in Kiel heranwuchs. Fernziel ist die Whiskybrennerei, ein solider Malt von der Förde soll in vier, fünf Jahren heranreifen. Die Czernys durften sich gestern über Platz 3 und 1000 Euro freuen.

Platz 2 und 2000 Euro gingen an Philip Lüth, der mit seinem Unternehmen „Archäologie & Beratung“ eine Marktlücke abdecken will. Er versteht sich als wissenschaftlicher Dienstleiter etwa für Museen, aber auch als Berater für Bauherren, deren Projekte mit archäologischen Auflagen versehen werden.

Laura Cordes (3500 Euro) schaffte es gestern ganz oben aufs Treppchen. Mit „Gardoré“ hat sie einen Online-Shop entwickelt, der sich auf Business-Mode für Frauen spezialisiert. Was aber nützt die beste Idee ohne ein angemessenes Marketing? Alle drei ausgezeichneten Initiativen erhalten deshalb die Möglichkeit, einen Monat lang bei RSH, bei Delta Radio und Radio Nora für ihre Produkte zu werben.

Mit dem Sonderpreis von 4000 Euro bedachten die „Gründer-Cup“-Organisatoren gestern die beiden promovierten Biologen Sven Neulinger und Henrik Knecht. „Omics2view“ bietet DNA-Analysen für Wissenschaft und Forschung an und will aus DNA-Sequenzen für ihre Kunden aussagekräftige Reports erstellen.  

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