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Der Spezialist gegen den Riesen-Bärenklau

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 01:08 Uhr

Er hat fleischige gezackte Blätter, einen haarigen Stamm – und dort, wo er seinen grünen Kopf meterhoch gen Himmel streckt, da wächst unter ihm nichts mehr. Ist einfach zu dunkel für andere Pflanzen. Die Rede ist vom Riesen-Bärenklau, der giftigen so genannten Herkulesstaude, deren Saft die Haut „verbrennen“ und entzünden kann.

In Kiel hat sie sich, wie an vielen Orten, stark verbreitet. Doch es gibt einen Spezialisten, der der ungeliebten Pflanze intensiv zu Leibe rückt. Niels Hansen (66), gebürtiger Däne von der Insel Bornholm, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Riesen-Bärenklau in Kiel zu bekämpfen. Bis vor fünf Jahren arbeitete er bei der Unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt, seit Ende der 80er Jahre führt er Protokoll über die Vorkommen. Bis heute hat Jensen diese von 320 Flächen auf etwas über 50 reduziert, auch wenn jedes Jahr neue hinzukommen. Im Ruhestand kümmert er sich freiwillig weiter um die Vernichtung der Pflanze. Auch jetzt, vor der Samenreife, zieht Jensen wieder ins Grüne – wie gestern in der Nähe der Universität an der Olshausenstraße (Foto). Mit dabei sind Bundesfreiwilligendienstler des Kieler Umweltschutzamtes, die die Pflanzenwurzeln mit dem Spaten ausgraben. Jensens Tipp bei großen Pflanzen im Sommer: „Alle Blätter und Blüten und den Stängel in zwei Meter Höhe mit einer Machete oder einem großen Küchenmesser abschlagen.“ Die Pflanze sterbe dann ab.


> Mehr Informationen im Internet: www.kiel.de/umwelt.

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