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Seniorenbeirat : Der Rat der Alten ist gefragt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seit November 1990 beschäftigt sich ein eigenes Gremium mit den Wünschen und Vorstellungen der älteren Generation. Beim Festakt zum 25. Geburtstag zeigte sich: Die Themen von damals sind meist auch die Themen von heute.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2015 | 14:16 Uhr

Große Feierstunde gestern im Rathaus: Der städtische Seniorenbeirat feierte seinen 25. Geburtstag. Unter gar nicht mal geringen Bauchschmerzen von Politikern und Verwaltungsmitarbeitern – Stichwort: Kompetenzgerangel – erlebte das 22-köpfige Gremium am 9. November 1990 seine Geburtsstunde. Daran erinnerte Horst Reyer, der aktuelle Vorsitzende des Seniorenbeirates. In seiner Rede zeigte sich: Die Themen von damals sind auch heute noch erstaunlich aktuell.

Mit der Kriminalitätsverhütung, mit der Sicherheit im Straßenverkehr und natürlich auch mit den Perspektiven für Wohnen und Pflege im Alter beschäftigte sich bereits der erste Beirat. Auch wenn sich seit 1990 eine Menge getan hat – etwa mit dem Rat für Kriminalitätsverhütung oder einem eigenen Seniorendezernat im Sozialamt –, stehen diese Fragen immer wieder auf der Agenda.

Hinzu kamen allerdings Spezialveranstaltungen wie „Musik am Nachmittag“ oder das „Senioren-Kino“ (siehe Extra-Kasten). Und auch die Tatsache, dass das im Bau befindliche Schwimmbad an der Hörn einen Hubboden erhält, ist auf Anregungen des Kieler Seniorenbeirates zurückzuführen.

Das Wahlverfahren für die Mitglieder des Gremiums hat sich im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Wurde zunächst jedes zweite Mitglied noch von den Verbänden entsandt, wurde später die Urwahl eingerichtet. Oberbürgermeister Norbert Gansel sparte 1998 übrigens rund 70  000 Euro für die Stadt ein, als er kurzerhand alle Kandidaten in den Beirat berief. Für die 24 Plätze gab es nur 26 Bewerber. Heute schicken die 18 städtischen Ortsbeiräte ihre Mitglieder in den Seniorenbeirat, die größten Stadtteile sind mit zwei Delegierten vertreten. Dieses Verfahren hat sich bewährt. Und auch die Ratsversammlung hat sich längst mit dem Seniorenbeirat arrangiert. Es gibt kaum ein (Bau-)Vorhaben, bei dem die Alten nicht mitreden.  

An jedem zweiten Sonnabend läuft in der Pumpe das Senioren-Kino mit ausgewählten Filmen – um 13.30 und um 16 Uhr. Nächste Termine sind 7. und 21. November, 5. und 19. Dezember. Der Eintritt kostet 6, ermäßigt 5 Euro. Kaffee und Kuchen (1,50 Euro) gibt es um 15 Uhr. Kartenreservierung unter Tel. 0431 / 200 76 50.

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