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Segelwettbewerbe : Der nächste Schritt Richtung Olympia

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Politische Rückendeckung für die Stadt: Die Kieler Ratsversammlung hat 730 000 Euro für die Bewerbungsphase bis Januar freigegeben.

Bahn frei für die nächste Etappe auf dem Olympia-Kurs: Die Kieler Ratsversammlung hat am Montagabend bei zwei Beschlüssen die Weichen für die kommenden Monate gestellt und der Stadtverwaltung die politische Rückendeckung erteilt. Mit großer Mehrheit stimmten SPD, CDU, Grüne, SSW und FDP für die Freigabe von Haushaltsmitteln in Höhe von 730  000 Euro. Damit soll die Bewerbungsphase bis Januar finanziert werden. Kiel will bekanntlich mit dem Olympiazentrum Schilksee als Austragungsort für die Segelregatten ins Rennen gehen. Auch das ist nun offiziell vom Rat bestätigt worden. Holtenau kommt aber als möglicher Nebenstandort nach wie vor in Betracht.

Fraktionsübergreifend wird die Bewerbung um die Olympischen Spiele von Hamburg mit Partnerstadt Kiel für das Jahr 2024 oder 2028 als „große Chance“ betrachtet. Und auch wenn die Oppositions-Fraktionen von CDU und FDP bei dem einen oder anderen Detail meckerten – sie wollten ein klares „Signal der Geschlossenheit“ (Stefan Kruber, CDU-Fraktionschef) aussenden, gaben daher ihr positives Votum ab.

Protest gab es nur von den Linken. Die Zwei-Mann-Fraktion stimmte wie erwartet gegen das Konzept der Stadtverwaltung, mit dem eine Machbarkeitsstudie, die noch Anfang Mai vergeben werden soll, sowie vor allem der Bürgerentscheid im November finanziert werden sollen. Mit ihrer Forderung, die Mittel besser in den Breitensport zu investieren, standen die Olympia-Gegner am Ende allein da.

Im Vorfeld hatten sie eine Summe von fünf Millionen Euro für Kiels Kampagne genannt. Diese Zahl kritisierte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) als „unseriös“. Gleichwohl gab er zu, dass der geschätzte Betrag von 730  000 Euro am Ende vielleicht nicht reichen könnte. Noch sei nicht alles bekannt, sagte er. Die Stadt will die Summe möglichst kostenneutral decken, hieß es – etwa durch 500  000 Euro Mehreinnahmen bei der Grundsteuer und durch Zinseinsparungen. Bis zur Entscheidung für Kiel als möglichen Segelstandort hat die Stadt seit Anfang des Jahres 60  000 Euro ausgegeben.

Die Ratsversammlung forderte den Verwaltungschef auf, im September ein Entwicklungskonzept für Kiel als Olympiastadt vorzulegen. Ulf Kämpfer und seine Mitstreiter wie Stadtbaurat Peter Todeskino müssen jetzt hart arbeiten – „Die Zeit ist sehr knapp“, betonte Kämpfer. Land und Bund werden zudem gebeten, ausreichend Geld für die nötigen Investitionen bereitzustellen. „Die Spiele sind eine gesamtstaatliche Aufgabe“, unterstrich Falk Stadelmann von der SPD.

Wie geht es nun weiter? Mitte Mai soll die Bewerbungsgesellschaft gegründet werden – auch Kiel wird Teil der Gesellschaft sein. Das Land will die Olympia-Kampagne in den kommenden beiden Jahren jeweils mit einer Million Euro besonders bei der Sportförderung unterstützen. Die Kieler sollen nun, ebenfalls ab Mitte Mai und im Juni, in die Bürgerbeteiligung einbezogen werden.

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erstellt am 28.Apr.2015 | 12:12 Uhr

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