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Flanieren am Wasser : Der „Kiel Kanal“ ist bereits fertig – zumindest im Maßstab 1:100

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Erstmals konnten die Kieler in der Rathaus-Rotunde das Modell eines künftigen Millionenprojektes bestaunen. Der „Kiel Kanal“ im Bereich der heutigen Holstenbrücke soll die Attraktivität der Innenstadt steigern. Schon jetzt besuchen 17 Millionen Touristen die Landeshauptstadt an der Förde.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 21:20 Uhr

Mit großer Sorgfalt wurden am Dienstagabend im Rathaus 18 große Kartons behandelt, bargen sie doch die Einzelteile für das Sechs-Meter-Modell zum Millionenvorhaben „Kiel Kanal“. Als die Module in der Rotunde zusammengesteckt waren, konnten die Gäste bei der öffentlichen Veranstaltung im Rathaus erstmals eine 3-D-Version des Wasserprojektes in der Kieler Innenstadt bestaunen – wenn auch nur im Maßstab 1:100.

Das Modell ist in den nächsten Wochen im Infozentrum im Leik (Wall 6/8) und am Sonnabend, 15. November, im eigenen Zelt beim Wochenmarkt auf dem Exer zu bewundern. Erstellt hat’s das Hamburger Stadtplanungsbüro Luchterhand, das im Auftrag des Kieler Rathauses die Mitwirkung der Öffentlichkeit bis zur Abschlussveranstaltung Mitte Februar 2015 organisiert. Ausdrücklich dürfen Fähnchen mit Kritik und Lob, mit Anmerkungen und Ergänzungen direkt ins Modell oder auf die beigestellten Wandtafeln gesteckt werden.

Schon am Dienstag machten die neugierigen Besucher davon reichlich Gebrauch. Der eine wünschte sich das Brücke-Kino zurück, der andere vermisste den historischen Bezug des „Kiel Kanals“ zur Stadtgeschichte, ein dritter mahnte genügend Abstellplätze für Fahrräder an. Und eine besorgte Frau merkte an, dass die Erlen, die am Ufer des Wasserbeckens gepflanzt werden sollen, als ungeliebte Frühblüher für Allergiker zur Zumutung werden könnten.

Kurzum: Die Diskussion war schnell in Gange. Luchterhand verspricht, sämtliche Beiträge zu sammeln und zu prüfen. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, bei Amtsantritt erklärtermaßen ein Skeptiker des Projektes, ist längst zum Befürworter des „Kiel Kanals“ geworden, der das Flanieren und Einkaufen im Stadtzentrum attraktiver machen soll. Denn der Fremdenverkehr gewinnt an Bedeutung. Nach den Worten von Bürgermeister Peter Todeskino kommen jährlich 17 Millionen Menschen nach Kiel – Tendenz steigend.

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