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Programm 2016 : „Das tote Pferd von Plön“ und mehr: So skurril und rührend wird das Filmfest SH

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Aus der Onlineredaktion

Filme aus und über Schleswig-Holstein gibt es ab Donnerstag wieder in Kiel zu sehen. Wann läuft was? Eine Übersicht.

Kiel | Das Filmfest Schleswig-Holstein geht am Donnerstag (17. März) in die 20. Runde - mit 45 Filmen aus Schleswig-Holstein und über Schleswig-Holstein. Wie jedes Jahr findet es im Kieler Kulturzentrum „Pumpe“, Haßstraße 22, statt. Was gibt es wann zu sehen? Eine Übersicht.

Das Filmfest Schleswig-Holstein - früher „Augenweide“ - findet bereits seit 20 Jahren statt. Es dürfte dazu beigetragen haben, Schleswig-Holstein und seine lebendige Filmemacher-Szene über seine Grenzen hinaus bekannt zu machen.

Die Eröffnung beginnt am Donnerstag um 19 Uhr. Der Bezug zu SH ist auch schon an Tag eins unübersehbar: Nach dem vom Kieler Produzenten David Brych für die Jubiläumsausgabe produzierten Filmfesttrailer mit dem Titel „Neue Sicht auf Schleswig-Holstein“, bietet auch Rainer Niermanns Kurzfilm „Das tote Pferd von Plön“ einen Blick auf die rapsblühenden Landschaften des nördlichsten Bundeslandes, und zwar mit viel schwarzem Humor, wie die Veranstalter versprechen.

Vorführungen: Donnerstag, 17. März, 19 Uhr;  Samstag, 19. März, 20.30 Uhr; Sonntag, 20. März, 17 Uhr.

Außerdem läuft am Eröffnungsabend der Film „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen“ - eine Dokumentation über Männer, Frauen und Kinder, die vor den existentiell bedrohlichen Verhältnissen in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala fliehen.

Vorführungen: Donnerstag, 17. März, 19 Uhr; Sonntag, 20. März, 15 Uhr.


Am Freitag, 18. März, geht es weiter mit Lang- und Kurzfilmen, außerdem werden am Abend die „Kieler Kurze“ und das Nachwuchsprogramm gezeigt.

Einer der Fime ist „Vier danach“. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichten drei junger Menschen. Sie verbindet nichts außer ein Verlust: Ihre Väter starben aufgrund eines HIV-verseuchten Präparates für Bluterkranke. Die Regisseurin porträtiert die jungen Menschen - und begibt sich auf Spurensuche eines kaum beachteten Medizinskandals.

Vorführung: Freitag, 18. März, 14.30 Uhr.

Auch „Kissin' the Apple“ wird am Freitag gezeigt - eine Geschichte über die Liebe allgemein und die Liebe zu New York im Speziellen.

Vorführung: Freitag, 18. März, 14.30 Uhr.

Die Produktionen „Heimat“, „Straßenblues“ und „Seine Spur“ werden ebenfalls am Freitag gezeigt, ab 16.30 Uhr.

Der Langfilm „A Shape of Time“ über den Komponisten Jo Kondo kann man sich am Freitag um 15 Uhr ansehen.

Um 17 Uhr geht es weiter mit dem Film „Tempête“, der die Geschichte des 36-jährigen Dom erzählt. Er ist Matrose an Bord der Petit Gael II, die immer drei Wochen am Stück auf dem offenen Meer unterwegs ist. Seit seiner Scheidung vor einem Jahr haben sich Doms Tochter Mailys und sein Sohn Mattéo trotz seiner ständigen Abwesenheit entschlossen, bei ihrem Vater zu wohnen. Doch als Mailys schwanger wird, muss sich Dom plötzlich zwischen seinem Beruf und seiner Familie entscheiden.


Am Samstag, 19. März, beginnt das Filmfestival ebenfalls um 14.30 Uhr. Gezeigt werden „Erinnerungen an Masuren“ und „Dem Sturm zum Trotz“ um 14.30 Uhr. Ersterer ist ein Dokumentarfilm von Dr. Kurt Denzer, der die Erfahrungen seines Vaters in Masuren filmisch festgehalten hat. Im anderen Film geht es um die Arbeit der Seenotretter. Eine Reportage von shz.de über die Seenotretter von Helgoland können Sie übrigens hier nachlesen.

Um 16.30 Uhr geht es weiter mit dem plattdeutschen Dokumentarfilm „Utbüxen kann keeneen - Weglaufen kann keiner“. Er handelt von Sitten und Gebräuchen im Umgang mit dem Tod und den Toten, altes Handwerk, den Wandel in der Trauerkultur, die norddeutsche Landschaft und vor allem um die Menschen, ihr Leben und ihre Sprache.

Um 18.30 Uhr schließt sich „Tokat“ an. Der Dokumentarfilm porträtiert drei ehemalige Mitglieder Frankfurter Jugendbanden wie den „Turkish Power Boys“, damals und heute, und öffnet den Blick auf Biographien jenseits von Migrationsklischees und kulturpolitischen Floskeln.

Ein Interview mit der Regisseurin Andrea Stevens kann man sich online anschauen:

Im Kommunalen Kino in der Pumpe laufen am Samstag außerdem noch die „Faroe Short Docs“ - Kurzfilme, die auf den Faröern entstanden sind - ab 15 Uhr und der Film „Posledniy Limuzin - Die letzte Limousine“ (17 Uhr). Der Dokumentarfilm berichtet über das russische Autowerk ZIL, das früher Limousinen fertigte – Symbole der Staatsmacht und Stolz der Nation. Doch seit den 1990er Jahren ist die Produktion nahezu eingestellt, weil es an Aufträgen fehlt. Kurz vor der Schließung kommt doch noch eine Bestellung rein - dann ist Improvisationstalent gefragt.

Der Samstag schließt mit dem Kurzfilmabend ab 20.30 Uhr mit anschließender Preisverleihung.


Sonntag, 20. März, ist der letzte Festivaltag - ab 17 Uhr läuft an diesem Tag im Kommunalen Kino das Kurzfilmprogramm.


Das ausführliche Programm zum Filmfest gibt es hier zum Nachlesen. Reservierungen sind per E-Mail möglich an: tickets@filmfest-sh.de. Die Karten liegen bis 20 Minuten vor Beginn der Veranstaltung an der Abendkasse bereit.

Eintrittspreise: 6 Euro und ermäßigt 4 Euro

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erstellt am 17.Mär.2016 | 10:56 Uhr

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