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Grundsteinlegung : „Das Juridicum ist ein Turbo-Bau“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Grundstein für das neue Gebäude der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der CAU ist gelegt. Das Juridicum soll 2019 fertig gestellt werden und der Startpunkt für einen Bibliothekenverbund zwischen den einzelnen Fakultäten sein.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 17:43 Uhr

Undichte Fenster, kaputte Toiletten, keine Internetanschlüsse dafür aber dunkle Gänge, „vor denen man schlichtweg Angst hat“. So beschreibt Kerstin von der Decken, Dekanin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel, die jetzigen Räume des juristischen Seminars. Das soll sich ändern. Gestern wurde der Grundstein des neuen Juridicums in der Leibnizstraße gelegt. Für 32,3 Millionen Euro soll das neue Gebäude für die Rechtswissenschaftler errichtet werden. Den Großteil finanziert das Land Schleswig-Holstein, aber auch die CAU trägt einen Teil der Kosten (3,1 Millionen Euro). Die ersten Studenten sollen im Dezember 2019 das Juridicum beziehen dürfen.

Als „Turbo-Bau“ beschrieb Frank Eisoldt, Geschäftsführer der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH), das Juridicum. Die GMSH übernimmt bei dem Projekt die Bauherrenvertretung des Landes. 500 Tonnen Stahl seien im Juridicum bereits verbaut, der Starttermin war von August auf Mai vorgezogen worden. „Mit der Grundsteinlegung sind wir eigentlich fast ein bisschen spät“, so Eisoldt.

Das Gebäude soll aber nicht nur mit schnellen Bauzeiten glänzen. Insgesamt soll es hochmodern werden, viel Licht und auch Platz zum Wohlfühlen bieten. Unter anderem sind ein Bäcker und ein Café in dem fünfstöckigen Gebäude geplant. Neben neuen Seminar- und Büroräumen, entsteht auch eine neue Bibliothek, die Platz für 300  000 Bände bietet. Der Clou: die Jura-Bibliothek soll über eine Brücke mit den Fachbibliotheken der Theologie, Sprach- und Geisteswissenschaften verbunden werden. Möglich wird dies durch die allgemeine umfangreiche Sanierung der Campus-Gebäude. Insgesamt investiert das Land 215 Millionen Euro, sodass auch die anderen Fakultätenblöcke in der Leibnizstraße saniert werden können. In den kommenden zehn bis 20 Jahren soll das Angesicht der CAU so neu gestaltet werden. Claudia Ricarda Meyer, Kanzlerin der Kieler Universität, gab jedoch zu bedenken, dass die Sanierung der CAU mit dieser Maßnahme nicht abgeschlossen sein könne. Auch für den Bio-Turm nahe des Botanischen Gartens, müsse beispielsweise zeitnah ein Ersatz geschaffen werden.

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