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Von Raisdorf in alle Welt : Das DRK-Logistikzentrum ist für (fast) alle Fälle gerüstet

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine komplette Feldküche ist im Angebot, eine Pflege-Ausrüstung für 30 bettlägerige Personen oder auch das Diesel-Aggregat für die sofortige Stromversorgung: Das landesweite DRK-Einsatz- und Logistikzentrum in Schwentinental (Kreis Plön) ermöglicht schnelle Einsätze – wo immer die Hilfe benötigt wird.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2015 | 12:44 Uhr

Von hier aus geht es in die weite Welt, in die aktuellen Krisengebiete auf dem Globus – oder auch in die Flüchtlingsdörfer, die in diesen Tagen überall im Lande entstehen. Das landesweite Einsatz- und Logistikzentrum des Landesverbandes im Deutschen Roten Kreuz (DRK) hat schon die Helfer nach dem fürchterlichen Tsunami in Asien oder dem verheerenden Erdbeben in Haiti mit sämtlichen Materialien zur Ersthilfe versorgt. Oder es stattet, wie jüngst geschehen, quasi über Nacht die neuen Asylbewerber-Anlaufstellen in Albersdorf oder Rendsburg mit dem nötigen Inventar aus.

Mathias Balke ist der Katastrophenschutz-Beauftragte beim DRK Schleswig-Holstein. In den täglichen Lagebesprechungen mit den Behörden wird der Bedarf an humanitärer Unterstützung ermittelt. Das Zentrallager in Raisdorf mit seiner einmaligen Ausstattung, erzählt Balke, ist so etwas wie die „Landes-Reserve“ für den Notfall. So können die DRK-Aktiven etwa eine komplette Feldküche errichten. Oder eine Pflege-Ausrüstung für 30 bettlägerige Personen liefern. Oder mit ihren eigenen Aggregaten eine schnelle Stromversorgung auf die Beine stellen, falls irgendwo der sogenannte „Schwarzfall“ eintreten sollte. Selbst für die Trinkwasseraufbereitung und die Hochwasser-Rettung mit leichten, tragbaren Booten ist das Rote Kreuz in Raisdorf gerüstet.

Dietrich Hopp und Günther Lucht verwalten die Bestände im Depot. 500 Feldbetten gehören ebenso dazu wie 60 Standardzelte, in denen jeweils zehn Personen Platz finden, Ersatzkleidung für 450 Kinder und 750 Erwachsene sowie etwa 1000 waschbare Wolldecken, die allerdings langsam gegen Einmal-Material (Kissen, Decke, Laken) ausgetauscht werden.

Und doch: Auf alle Eventualitäten ist auch das Logistikzentrum nicht vorbereitet. Da müssen Balke und seine Mitarbeiter improvisieren. Wie jüngst, als die Helfer im Dithmarschener Container-Flüchtlingsheim in Albersdorf ständig durch den Regen stapfen mussten. Das DRK konnte bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg umgehend 100 wasserdichte Ponchos auftreiben. In diesem Fall lief die Erste Hilfe, die das Rote Kreuz während der Vorstellungen anbietet, eben mal andersrum.

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