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Container für Flüchtlinge erst ab April

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Not-Unterkunft kommt ein Vierteljahr später / Grund ist offenbar auch ein Versäumnis: Schäden an Fundamenten wurden zu spät festgestellt

Rund 450 Flüchtlinge leben derzeit in der Landeshauptstadt, wöchentlich kommen zwischen zehn bis 14 weitere Flüchtlinge hinzu. Die fünf Gemeinschaftsunterkünfte mit insgesamt 218 Plätzen sind seit Monaten voll. Die Stadt wollte deshalb bereits Mitte Januar Notfallcontainer in Elmschenhagen aufstellen, um Wohnraum für 30 bis 60 Personen zu schaffen – Kosten: Rund 90 000 Euro im Jahr (wir berichteten).

Der Januar ist vorbei und an der Stelle, wo die Fundamente für ein ursprüngliches „Ostufer-Krankenhaus“ seit Jahren aus der Erde schauen, ist nichts passiert. Woran liegt es? Die offizielle Antwort der Stadt: „Die erste Ausschreibung ist mangels verwertbarer Angebote gescheitert, die Container mussten neu ausgeschrieben werden.“ Das sei der Stadt, oder besser: der städtischen Immobilienwirtschaft, die sich um die Anmietung des Container kümmert, im Spätherbst klar geworden. Im November und Dezember hieß es jedoch aus dem Amt für Wohn- und Grundsicherung, dass die Container, wie berichtet, im Januar kommen.

Nach Informationen unserer Zeitung liegt die Verzögerung auch an einem Versäumnis: Zuständige haben verschlafen, die Fundamente vor Ort rechtzeitig auf ihre Sicherheit hin zu überprüfen und gegebenenfalls zu verstärken. Diese Arbeiten hätten bei den Plusgraden im Dezember erledigt werden können. Bei Frosttemperaturen wird dies schwierig. Eine Verstärkung der Fundamente ist aber nötig, vorher können dort keine Container aufgestellt werden. Als neuer offizieller Zeitpunkt für das Aufstellen der Container wird der April genannt – in der Hoffnung, dass bis dahin der Winter vorbei ist.

So lange hofft die Stadt weiterhin auf Angebote privater Vermieter. Manfred Wagner vom Amt für Wohn- und Grundsicherung: „Unser Aufruf an private Vermieter Anfang des Jahres ist gut angekommen.“ Insgesamt sind 30 Angebote bei der Stadt eingegangen. Nicht alle Angebote passen, nicht selten ist die Stadt ein Interessent von vielen. Mit drei Vermietern ist die Stadt schon ins Geschäft gekommen, sie tritt hier als Mieter für die Asylbewerber ein. Mit zwei weiteren laufen die Verhandlungen noch, so heißt es aus der Immobilienwirtschaft. Insgesamt gibt es mit den drei neuen jetzt 44 städtische Wohnungen von privaten Vermietern für Flüchtlinge.

20 Flüchtlinge werden derzeit in Hotels und Pensionen untergebracht.

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erstellt am 31.Jan.2014 | 12:51 Uhr

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