Lesung : Chronist oder Dummschwätzer: Stuckrad-Barre kommt nach Kiel

Mit Buch und Zigarette: Benjamin von Stuckrad-Barre.
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Mit Buch und Zigarette: Benjamin von Stuckrad-Barre.

Es gebe keinen besseren Chronisten unserer Zeit, so stand es in der Wochenzeitung „Die Zeit“. An anderer Stelle – etwa im Internet – wird er als Dummschwätzer bezeichnet. Benjamin von Stuckrad-Barre polarisiert.

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11. April 2018, 18:37 Uhr

Es gebe keinen besseren Chronisten unserer Zeit, so stand es in der Wochenzeitung „Die Zeit“. An anderer Stelle – etwa im Internet – wird er als Dummschwätzer bezeichnet. Benjamin von Stuckrad-Barre polarisiert. Nun kann man sich bei einer Lesung im Kieler Max am Freitag, 13. April, um 19.30 Uhr selbst einen Eindruck machen. Der Schriftsteller liest aus seinem neuen Buch „Ich glaub, mir geht‘s nicht so gut, ich muss mich mal irgendwo hinlegen“ und wird wohl auch die Gäste in seiner ihm eigenen Art unterhalten.

Nach seinem viel gelobten autobiografischen Roman „Panikherz“ über die eigene Drogensucht beschreibt Stuckrad-Barre nun Beobachtungen. Nach der Reise ins Innere des Ichs geht es jetzt nach draußen, zu den anderen. Der Erzähler sucht die Nähe berühmter Menschen. Mit Boris Becker schaut er sich in Wimbledon das Tennis-Finale an. Er trifft Helmut Dietl, Ferdinand von Schirach oder Christian Ulmen. Benjamin von Stuckrad-Barre schaut genau hin, um zu sehen, wie die anderen das hinkriegen – das Leben.

Einige der 25 Begegnungen liegen schon Jahre zurück. Aber eine Begegnung mit Boris Becker etwa ist einfach zeitlos. Die Texte sind humorvoll, mal laut, mal sehr leise und bedächtig. Wie seine Lesung werden wird, kann man nur vermuten, aber meistens wird es hippelig. Nur einen Monat nach Veröffentlichung des Buches befindet er sich auf Lesetour. Der Schriftsteller scheint die Öffentlichkeit zu brauchen. Dann kommt er in Fahrt, um wie bei einem Pop-Konzert die Bühne zu rocken.

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