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Bürgerbegehren: Mehr als 2000 Unterschriften gegen Möbel Kraft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Innerhalb von zweieinhalb Wochen haben drei Kieler Naturfreunde erste Erfolge gegen die geplante Ansiedlung von Möbel Kraft in der Landeshauptstadt verzeichnet. Björn Sander, Ulrike Hunold und Jan Barg sind die Initiatoren des Bürgerbegehrens (wir berichteten) – und nach Angaben von Jan Barg kamen bereits vor wenigen Tagen mehr als 2000 Unterschriften gegen den Bau des Einrichtungs-Riesen aus Bad Segeberg zusammen. Ein Viertel der erforderlichen Stimmen hat das Trio damit bereits gesammelt. Knapp 8000 Unterstützer sind für den Bürgerentscheid nötig. Das Begehren läuft bis zum Beschluss des Bebauungsplans durch die Ratsversammlung. Wann dies ansteht, ist jedoch unklar.

Das Möbelzentrum soll auf der Fläche einer leer stehenden Kleingartenanlage am Kieler Westring wachsen und mit 48 000 Quadratmetern Verkaufsfläche fast drei Mal so groß wie die Kieler Ikea-Filiale werden. Sander, Hunold und Barg wollen die öffentliche Grünfläche und Kleingärten gern erhalten.

Aus dem Umfeld ihrer Unterstützer stammt wohl auch eine Guerilla-Werbeaktion, die im Kieler Stadtbild mit geübtem Blick zu erkennen ist: Bepflanzte Blumentöpfe mit dicken Aufklebern hängen auf Rückseiten von Schildern, die beispielsweise auf Parkflächen hinweisen – wie in der Nähe des Südfriedhofs. „Flowerpower statt Möbel Kraft“ steht in schwarzen Lettern drauf. Protest auf die grüne Art. „Das läuft schon länger, die Töpfe werden gepflegt“, weiß Barg.

In den kommenden Wochen müssen Barg und Co. wohl kräftig Klinken putzen gehen. „Die Gelegenheiten, draußen Stimmen zu sammeln, werden im Herbst natürlich weniger“, sagt Barg.

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erstellt am 10.Sep.2013 | 00:36 Uhr

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