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Kronshagen : Brennende Frau: Ehemann soll Geständnis abgelegt haben

vom

Er habe seine Frau nach einem Streit mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet, sagte der 41-Jährige.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2016 | 11:44 Uhr

Kronshagen | Nach der tödlichen Brandattacke auf eine Frau in der Kieler Nachbargemeinde Kronshagen soll der Ehemann nach Informationen von shz.de die Tat gestanden haben. Demnach räumte er ein, dass er das Opfer nach einem Streit mit einer brennbaren Flüssigkeit - es soll sich um Brandbeschleuniger gehandelt haben - übergossen und angezündet habe. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Kiel Haftbefehl wegen Mordes beantragt.

Der 41-Jährige sollte am Mittag einem Haftrichter vorgeführt werden. „Wir sehen in diesem Fall die Mordmerkmale Heimtücke und Grausamkeit als gegeben an“, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Donnerstag.

Der Mann soll seine getrennt von ihm lebende Ehefrau am Mittwochmorgen nach einem Streit im Auto mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und danach auf offener Straße angezündet haben - sie erlag noch am selben Tag ihren schweren Brandverletzungen.

Passanten hatten das grausige Geschehen nahe einer Klinik am Vormittag schockiert beobachtet und die Rettungskräfte alarmiert. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht, wo sie am Mittwochabend ihren Verletzungen erlag. Ihre Kinder im Alter von drei und sieben Jahren kamen in eine Pflegefamilie. Der mutmaßliche Täter lief zunächst weg, wurde dann aber schnell in der Nähe des Tatortes festgenommen. Das Paar lebte laut Polizei bereits seit vielen Jahren in Kiel.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ist der mutmaßliche Täter für seine Tat verantwortlich und damit schuldfähig. „Wir wissen, dass er in psychiatrischer Behandlung war, gehen aber davon aus, dass er bei dem Verbrechen steuerungsfrei war“, sagte Bieler. Die Frau hinterlässt zwei Kinder im Alter von drei und sieben Jahren.

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