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Wissenschaftsbattle : Brausetabletten und Teufelsintervall

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Nacht der Wissenschaft startete dieses Jahr zum ersten Mal mit einem Wissenschaftsbattle. Ein Team aus Gelehrten stellte sich Fragen von vier Schülerteams, die Geld für ihre Schule und gemeinnützige Projekte erspielen konnten.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2017 | 18:27 Uhr

Wer entschlüsselte die Enigma? Und was hat es mit dem „Intervall des Teufels“ auf sich? Bei dem ersten Wissenschaftsbattle im Rahmen der gestrigen Nacht der Wissenschaft waren die grauen Zellen gefragt. Im Kieler Citti-Park stand ein Team aus Gelehrten mit Doktortitel auf der Bühne, das sich den Fragen von vier Schülerteams stellte. Die Jugendlichen aus Rendsburg, Eckernförde, Preetz und Plön waren in ihrer jeweiligen Heimatstadt versammelt und konferierten per Live-Schaltung mit den Wissenschaftlern.

In drei Runden wurde beim Battle gestern das beste Schülerteam ermittelt. Das Gelehrten-Team trat außer Konkurrenz an und wurde für die Jugendlichen erst in der zweiten Runde wichtig. Hier mussten Lutz Kipp, Präsident der Christian-Albrechts-Universität (CAU), Udo Beer, Präsident der Fachhochschule Kiel, Inge Schröder, wissenschaftliche Leiterin des Muthesius-Transferzentrums, und Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer ihr Allgemeinwissen unter Beweis stellen. Konnten die Doktores eine Frage der Schüler nicht beantworten, gab es für die jeweilige Stadt Punkte.

Hier freuten sich die Rendsburger. An ihrer Frage zum „Intervall des Teufels“, einer besonderen Tonabfolge, die Zuhörern Unbehagen bereitet, scheiterten die Kieler Köpfe. Sicherer zeigten sich Kämpfer und Co. beim Geschichtswissen: Bei der Eckernförder Frage nach der Verschlüsselungsmaschine, die die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg nutzten – die Enigma –, waren sich die Doktoren sicher, dass die Engländer den Code geknackt hatten.

Spannend wurde es in Kiel in der dritten Runde beim Experiment. Mithilfe von Salzwasser mussten zunächst Kabelbinder vom Boden eines hohen Zylinders geborgen werden. Mit diesen konnte anschließend ein Luftballon über einem Glaskolben befestigt werden, in dem sich Brausetabletten und Wasser befanden. Da das entstehende Kohlendioxid der „Sprudelreaktion“ nicht mehr entweichen konnte, floss das Gas in einen Blumenkübel, aus dem sich blaue Gummihandschuhe erhoben, die sich mit der durchsichtigen Substanz füllten. Alle Teams meisterten das Experiment in unter 15 Minuten.

Den ersten Platz bei dem von der Förde-Sparkasse gesponserten Battle belegten die Preetzer Schüler, Eckernförde und Rendsburg landeten auf Platz zwei. Sie erhielten jeweils 1008,50 Euro für gemeinnützige Projekte. Und Preetz durfte sich außerdem über 2017 Euro für schulische Projekte freuen.

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