Kiel-Dietrichsdorf : Bombenentschärfung am Kieler Kraftwerk

Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegt auf einem Brachgelände neben dem Kieler Gemeinschaftskraftwerk.
Die Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg liegt auf einem Brachgelände neben dem Kieler Gemeinschaftskraftwerk.

Kurz vor Beginn der Kieler Woche finden Experten in Kiel-Dietrichsdorf eine Fliegerbombe. Am Mittwochnachmittag um 16.30 Uhr soll sie entschärft werden, betroffene Bürger müssen zeitweise ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen.

shz.de von
17. Juni 2014, 13:36 Uhr

Kiel | Sprengstoffexperten haben auf einem Brachgelände neben dem Kieler Kohlekraftwerk eine 250 Kilo schwere englische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Diese soll am Mittwoch um 16.30 Uhr geborgen und entschärft werden. Das Kraftwerk wird für die Dauer der Bombenräumung abgeschaltet, die Kieler Förde für den Schiffsverkehr teilweise gesperrt. Am Westufer wird ein Korridor frei bleiben, die Fährlinien der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel werden dementsprechend planmäßig verkehren.

Aus Sicherheitsgründen wird in Kiel-Dietrichsdorf ein Bereich von etwa 500 Metern um die Fundstelle geräumt. Daher müssen alle Bürger, die innerhalb der Evakuierungszone wohnen oder arbeiten, den Bereich am Mittwoch bis spätestens 15 Uhr verlassen haben. Ab 15.30 Uhr errichtet die Polizei an betroffenen Straßen Sperren. Nach Auskunft der Stadt sind rund 500 Personen in 320 Haushalten von der Evakuierung betroffen. Wenn alles gut geht, können die Anwohner um 18 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren.

Betroffen sind nach Angaben der Stadt die folgenden Bereiche und Straßen: Hasselfelde, Salzredder, Elbenkamp, Zum Kesselort, Herrmannstraße (teilweise), Dietrichsdorfer Höhe (weitgehend) und Hertzstraße (teilweise). Die Fachhochschule Kiel (Sokratesplatz 6) stellt Anwohnern ab 15.30 Uhr einen ihrer Hörsäle zur Verfügung. Es wird dazu aufgefordert, an nötige Medikamente und Verpflegung zu denken.

Für kranke und hilfsbedürftige Anwohner wird am Mittwoch ab 8 Uhr ein Bürgertelefon geschaltet. Unter 0431/5905-221 können Betroffene hier Hilfe anfordern. Weitere Informationen und eine Übersichtskarte über den Evakuierungsbereich finden sie auf der Webseite der Stadt Kiel unter www.kiel.de/sicherheit.

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