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Krawalle blieben aus : Beschimpfungen vor und in der AFD-Zentrale

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Veranstaltung unter Polizeischutz: Die Polizei befürchtete Randale von AFD-Gegnern. Doch es blieb am Montagabend in Kiel bei Sprechchören, als der gebürtige Afrikaner Achille Demagbo seine Thesen zur Flüchtlingskrise vortrug.

Schon im Vorfeld hatte diese Veranstaltung für Aufregung gesorgt: Achille Demagbo, Kreisvorsitzender der Partei Alternative für Deutschland (AFD), wollte im Hotel Consul über „Wege aus der Asyl- und Flüchtlingskrise“ referieren. Nach Protesten von autonomer Seite wurde der Vortrag ins streng bewachte AFD-Büro verlegt. Die Türen wurden abgeschlossen, davor standen Polizisten. 25 Demonstranten fanden sich ein und skandierten lautstark „AFD, Rassistenpack – wir haben Euch zum Kotzen satt“. Es blieb aber friedlich.

Demagbo ist ein Sonderfall im politischen Umfeld der AFD. Der farbige Mann, der einst selbst als Student von Westafrika nach Kiel gekommen war, gilt vielen Kritikern als Feigenblatt der rechts-konservativen Partei. Er schimpft über die hiesige Willkommenskultur und die „unkontrollierte Zuwanderung“, bereite sie doch Menschenhandel, Korruption und Kriminalität den Weg. 60 Zuhörer spendeten kräftigen Applaus. Starken Beifall gab es bei der Diskussionsrunde später auch für einen Mann aus dem Publikum, der sich Kanzlerin Angela Merkel vorknöpfte: „Wenn sie Obergrenzen ablehnt, lügt sie – oder sie ist ein Fall für die Anstalt.“

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erstellt am 15.Dez.2015 | 18:58 Uhr

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