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Festival of Lights : Berliner Lichtshow erleuchtet die Stadt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der erste Ableger des „Festival of Lights“ aus Berlin kommt nach Kiel: Am verkaufsoffenen Sonntag am 2. November werden Rathaus und Opernhaus spektakulär illuminiert werden – das verspricht Organisator Kiel-Marketing.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 06:02 Uhr

Die dunkle Jahreszeit wird in der Landeshauptstadt mit einem Licht-Spektakel begrüßt: Das „Festival of Lights“, das derzeit in Berlin die Besucher begeistert, bekommt den ersten kleinen Ableger – und das an der Kieler Förde.

Am 2. November, dem verkaufsoffenen Sonntag, sollen Rathaus und Opernhaus zwischen 17 und 20 Uhr spektakulär illuminiert werden. Sieben Projektoren werden die markanten Gebäude von drei Towern aus farbenfroh erstrahlen lassen, sie quasi zur dreidimensionalen Leinwand machen. Derzeit entwerfen Künstler aus dem Berliner Team zwei Bilder, die abwechselnd alle zehn Minuten gezeigt werden, begleitet von Musik. Die Lichtkünstler sind unter anderem auch für die Lasershow beim Wacken Open Air verantwortlich. In Kiel sind Collagen aus bis zu 300 maritimen Motiven aus der Landeshauptstadt geplant, die zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Das versprechen die Organisatoren von Kiel-Marketing.

„Magische Momente“ und „globale Berichterstattung“, „faszinierend“ und „emotional“: Im Image-Film des Festivals aus Berlin fallen Begriffe der Superlative. Und davon will sich der Neuling Kiel eine kleine Scheibe abschneiden. Die Idee dahinter ist so einfach wie, ja, einleuchtend: Die Kieler sollen die bekannten Gebäude in einem sprichwörtlich neuen Licht entdecken können. Darüber hinaus – und das zählt wohl für die Veranstalter noch mehr – soll das Licht-Fest Besucher aus einem weiteren Umkreis als zehn bis 15 Kilometer anlocken, somit die Kieler Innenstadt auch außerhalb der Hauptsaison beleben. Johannes Hesse und Nils C. Schade von Kiel-Marketing, die sich seit einigen Wochen um die Umsetzung kümmern, schwärmen: „So wird man Rathaus und Opernhaus noch nie gesehen haben.“ Außerdem ist eine weihnachtliche Mitmach-Aktion geplant. Ab 18 Uhr sollen alle Besucher den „größten, beleuchteten Weihnachtsbaum“ auf dem Rathausplatz formen. Alle Bürger können eigene Laternen, Knicklichter oder Ähnliches mitbringen und Teil des größten lebenden Weihnachtsbaumes werden. Das von einem Profi-Fotografen festgehaltene Motiv wird die offizielle Kieler Weihnachtskarte 2014 zieren. Alle Teilnehmer erhalten eine Postkarte als Erinnerung.

So eine Inszenierung kostet natürlich Geld. Von 20 000 Euro Gesamtkosten spricht Hesse, drei Viertel seien durch Sponsoren und Kooperationen mit Hotels und Kaufleuten gedeckt. Die weiteren Kosten würden über den Standortmarketing-Etat der Stadt finanziert, eine Unterstützung des Amtes für Kultur sei im Gespräch. Langfristig will Kiel-Marketing die Idee in der Stadt verankern, hofft auf breite Unterstützung von Unternehmen, Vereinen, Kulturinstitutionen und Privatpersonen, die Kiel im Winter an vielen Ecken erstrahlen lassen. „Mein Traum: In zehn Jahren fährt die Color-Line-Fähre mit Projektionen am Bug in Kiel ein und aus – und die HDW-Kräne erstrahlen ebenfalls in Lichtkunst“, sagt Hesse. Eine andere Idee ist es, den Weihnachtsmarkt künftig mit der Show zu kombinieren. Auch die Fachhochschule könnte in die Produktion eingebunden werden.

Rathausturmfahrten im 30-Minuten Takt: Von 17 bis 20 Uhr können Besucher das Geschehen aus 67 Meter Höhe erleben. Tickets für 4 Euro pro Person (Kinder von 4-12 Jahren: 2 Euro) gibt es am 2. November am Rathaus-Haupteingang.

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