Shisha-Bars : Belüftungs- und Warnsysteme für Shisha-Bars

Der Rauch von Wasserpfeifen enthält Stoffe, die krank machen können.
Der Rauch von Wasserpfeifen enthält Stoffe, die krank machen können.

In Kiel häufen sich Fälle von Kohlenmonoxidvergiftungen in Shisha-Bars. Zwei Lokale wurden im Dezember geschlossen. Aus der SPD-Landtagsfraktion werden Forderungen nach Belüftungs- und Warnsystemen laut.

shz.de von
05. Januar 2018, 10:57 Uhr

In Kiels Shisha-Bars kam es in den vergangenen Monaten vermehrt zu Zwischenfällen mit zu hohen Kohlenmonoxidwerten. Allein im Dezember mussten zwei Besucher der Wasserpfeifenbars in Krankenhäuser eingeliefert werden. Zuletzt war ein junger Mann am 30. Dezember vor einer Shisha-Bar in der Kirchhofallee zusammengebrochen.

Gestern meldete sich nun der gesundheits- und suchtpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bernd Heinemann, zu Wort. Er forderte in einer Presseerklärung ein gesetzlich vorgeschriebenes Belüftungs- und Warnsystem für Shisha-Bars.

„In jüngster Zeit häufen sich in Shisha-Bars in der Landeshauptstadt Kiel trotz Auflagen Fälle von Kohlenmonoxidvergiftungen“, so Heinemann. Hinzu kämen zudem erhebliche Zusatzgefahren gegenüber Zigarettenrauchen wie zum Beispiel Herpes, Hepatitis, Chrom-, Nickel-, Kobalt- oder Bleivergiftungen. „Mit einer gesetzlichen Initiative werden wir nicht auf die Kriminalisierung der Konsumenten hinwirken, vielmehr muss der Gesundheitsschutz der Verbraucherinnen und Verbraucher, besonders in Shisha-Bars, im Vordergrund stehen“, so Heinemann.

Neben den Belüftungssystemen regte Heinemann außerdem an, landesgesetzlich ein Hygieneverfahren sicherzustellen, welches Ansteckungsrisiken weitgehend ausschaltet. Nicht zuletzt müsse auch bei der technischen Art der Wasserpfeifen in öffentlich zugänglichen Shisha-Bars im gesetzlichen Verfahren auf Schwermetall- und andere Risiken eingegangen werden.

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