Kieler Landgericht : Beisitzer krank: Prozess gegen falsche Polizisten verschoben

Die Angeklagten sollen ältere Menschen erfolgreich zur Herausgabe ihrer Wertsachen gebracht haben.

shz.de von
09. Oktober 2018, 13:45 Uhr

Kiel | Der Beginn des Prozesses am Kieler Landgericht gegen falsche Polizisten ist wegen der Erkrankung eines Beisitzers kurzfristig verschoben worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die Verhandlung sollte am Mittwoch starten. Ein neuer Termin sei noch nicht angesetzt, hieß es. Angeklagt sind zwei Männer, die als sogenannte Abholer für einen Hintermann über 200.000 Euro ergaunert haben sollen. Sie hatten demnach das Geld an sich gebracht, nachdem sie telefonisch als Polizisten angekündigt worden waren.

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Kriminelle rufen in solchen Fällen meist ältere Menschen an und behaupten, es stünde ein Raubüberfall bevor. Um ihr Geld zu retten, sollten sie es den zur Abholung kommenden vermeintlichen Polizisten übergeben. Auf diese Weise ist dadurch in Schleswig-Holstein seit 2016 ein Gesamtschaden von mindestens drei Millionen Euro entstanden.

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