Lokomotivenbau in Kiel : Bei Vossloh droht Stellenabbau

Vossloh wird 2014 voraussichtlich einen Verlust von 150 Millionen bis 180 Millionen Euro machen. Der Bahntechnikkonzern plant Veränderungen in Kiel.

shz.de von
27. Juni 2014, 16:34 Uhr

Werdohl/Kiel | Der Bahntechnikkonzern Vossloh mit weltweit 5600 Beschäftigten und der Sparte Lokomotivenbau in Kiel steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Mit einer Gewinnwarnung überraschte der Vorstand am Freitag die Börse. Es drohen Stellenstreichungen. Vossloh werde 2014 vor Zinsen und Steuern voraussichtlich einen Verlust von 150 Millionen bis 180 Millionen Euro machen, teilte der Konzern im sauerländischen Werdohl mit. Daraufhin brach die Aktie in der Spitze über zwölf Prozent ein.

„Es wird nicht ohne Personalanpassungen gehen“, sagte Vorstandschef Hans Schabert in einer Telefonkonferenz. Genaue Zahlen nannte er nicht. Betroffen von Veränderungen sind vor allem Kiel mit dem Lokomotivenbau und Düsseldorf bei elektrischen Systemen. In Kiel, wo derzeit 425 Mitarbeiter tätig sind, wolle Vossloh die Produktion künftig auf Industrie- und Rangierlokomotiven konzentrieren, hieß es. Auch werde in Kiel ein modernerer und kostengünstigerer Standort gesucht.

„Ich gehe davon aus, dass es in Kiel keine Entlassungen geben wird“, sagte der regionale IG-Metall-Chef Peter Seeger. Noch im April hatte das Unternehmen, das 2013 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 54 Millionen Euro erzielte, ein weit besseres Ergebnis für 2014 in Aussicht gestellt.

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