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Re-cycling : Bei Schrotträdern zücken die ABK-Kollegen ihre gelben Banderolen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 11:58 Uhr

„Schrottfahrräder“ sind in manchen Kieler Stadtteilen – und ganz besonders am Bahnhof – ein großes Problem. Sie sind beschädigt, nicht mehr fahrtüchtig und blockieren zudem die Abstellplätze für Drahtesel. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) bemüht sich um Abhilfe. Meldungen sind möglich per E-Mail an die Adresse service@abki.de.

Der ABK geht Hinweisen von Bürgern auf schrottreife Drahtesel nach und markiert die gemeldeten Räder mit einer Banderole. Der Besitzer wird aufgefordert, das Rad binnen 14 Tagen zu entfernen. „Wenn wir dann vor Ort sind, schauen wir auch gleich in der näheren Umgebung nach weiteren Schrotträdern“, so Klaus-Peter Grabke vom ABK, der zusammen mit seinem Kollegen Dennis Usadel die Räder markiert.

Steht ein Rad nach zwei Wochen immer noch an gleichem Ort, wird es eingesammelt. Nach einer dreimonatigen Aufbewahrungsfrist wird es einer sozialen Einrichtung zur Verfügung gestellt – sofern es sich noch lohnt – oder beim Schrotthändler entsorgt.

Teilweise wurden in den vergangenen Jahren bis zu 1000 Räder jährlich eingesammelt, im Schnitt sind es aber im Stadtgebiet laut Grabke um die 600 pro Jahr. Schwerpunkt ist der Hauptbahnhof, wo einmal pro Woche eine regelmäßige Kontrolle stattfindet.

Die Räder müssen so defekt sein, dass sie nicht fahrbereit und vor Ort auch nicht mehr reparabel sind. „Ein fehlender Sattel allein reicht nicht. Viele nehmen ihren teuren Sattel mit, wenn sie ihr Rad abstellen“, sagte Klaus-Peter Grabke. „Unterm Strich muss es offensichtlich sein, dass das Eigentum am Rad vom Eigentümer aufgegeben wurde.“

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