Koordinierungsstelle : Begleitung auf dem letzten Lebensweg

Sie besichtigten die neue Koordinierungsstelle: (von links) Erika Koepsell, Prof. Dr. Frank Gieseler, Kristin Alheit, Dr. Hermann Ewald und Sven Peetz vom Verband der Ersatzkassen.
Foto:
Sie besichtigten die neue Koordinierungsstelle: (von links) Erika Koepsell, Prof. Dr. Frank Gieseler, Kristin Alheit, Dr. Hermann Ewald und Sven Peetz vom Verband der Ersatzkassen.

Betroffene sollen hier direkte Hilfe erhalten: Am 1. April öffnet das neue Büro der Landeskoordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativarbeit gemeinsam mit der Krebsgesellschaft am Alten Markt 1/2 seine Türen.

shz.de von
22. März 2017, 17:08 Uhr

Hospiz- und Palliativarbeit betrifft immer Menschen in extremen Ausnahmesituationen und existenziellen Krisen, weiß Dr. Hermann Ewald. Als Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbands Schleswig-Holstein begrüßt er deshalb Unterstützungsangebote, „die den Lebenssinn und die Würde der Betroffenen erhalten“.

Mit der Verbindung von Hospiz- und Palliativarbeit unter einem Dach wird nun ein großer Schritt in diese Richtung getan: Am 1. April öffnet das neue Büro der Landeskoordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativarbeit Schleswig-Holstein gemeinsam mit der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft am Alten Markt 1/2 seine Türen. Zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, Claudia Ohlsen und Silke Gerold, sollen künftig Ansprechpartner für die Verknüpfung vorhandener Angebote der lokalen wie landesweiten Hospiz- und Palliativarbeit sein. Betroffene und Angehörige erhalten in der direkten Anlaufstelle Antworten bei medizinisch-pflegerischen ebenso wie bei psycho-sozialen Problemen.

Auch Prof. Dr. Frank Gieseler – Vorsitzender der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft – begrüßt die neue Zusammenarbeit: „Wir haben gemeinsam viele Lücken im Gesundheitssystem zu stopfen, wir passen super zusammen“. Die palliative Arbeit müsse vorangetrieben werden, betonte Gieseler und bedankte sich zugleich bei den vielen freiwilligen Helfern: „Das Ehrenamt ist weiter die tragende Säule unserer Arbeit.“

„Herzliche Glück- und Segenswünsche“ überbrachte zur Vorstellung der neuen Büros nicht nur Erika Koepsell – Vorstandsmitglied der Hospiz-Initiative Neumünster –, sondern auch Gesundheitsministerin Kristin Alheit. „Menschen, die den Weg zu Ende gehen, verdienen, dass sie bis zuletzt mit Respekt versorgt werden“, sagte Kristin Alheit. Mit 663  000 Euro fördert das Ministerium die Koordinationsstelle für fünf Jahre.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen