Hotels, Geschäfte, Wasserstraße : Bauprojekte in Kiel: Das passiert rund um den alten Bootshafen

Die Kieler Innenstadt soll schöner werden. Wie? shz.de mit einem Überblick samt Karte.

Anna-Kathrin Gellner von
08. Juli 2016, 19:59 Uhr

Kiel | Die Kieler Innenstadt rund um den Alten Bootshafen verändert sich - alte Gebäude, kaum mehr genutzt und nicht mehr schön, sollen abgerissen werden, neue entstehen. Geplant sind Hotels, Geschäfte und nicht zuletzt mehr Verweilmöglichkeiten rund um die Holstenstraße. Was tut sich genau?

Auf dieser Karte sind die Projekte eingezeichnet - mit einem Klick auf das Symbol kommen Sie zu den Infos:

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Die Projekte in der Übersicht:

1. Riesiges Bauprojekt: Die Planungen für den Kleinen-Kiel-Kanal

„Kleiner Kiel Kanal“: Der Innenstadtbereich um die heutige Holstenbrücke soll attraktiver werden.
Visualisierung: Gisbert-K. Jungermann
„Kleiner Kiel Kanal“: Der Innenstadtbereich um die heutige Holstenbrücke soll attraktiver werden.
 

Es ist eines der wichtigsten Projekte, die die Landeshauptstadt derzeit plant: Bis 2018 soll es eine Wasserverbindung zwischen dem Kleinen Kiel und dem Bootshafen geben. Das soll die Innenstadt attraktiver machen und die Verweildauer der Passanten erhöhen.

Ab dem 11. Juli wird es ernst: Die Kehdenstraße wird gesperrt, damit die Erdarbeiten beginnen können. Konkret würden ab Montag neue Wasser- und Fernwärmeleitungen verlegt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Kiel. Eine Umleitung führe den Verkehr vorbei an der gesperrten Kehdenstraße über die Küterstraße und die Faulstraße - die Zufahrt zur Altstadt sei somit zu jeder Zeit gewährleistet. Anfang August sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.

Im Laufe dieses Jahres und 2017 beginnen dann die nächsten Bauphasen: Zunächst wird der Straßenbereich hergestellt, anschließend die Kanalbecken und der nordöstliche Bereich, so die Stadt.

Während der gesamten Bauzeit sollen Busse die Holstenbrücke überqueren können.

2. Zwei neue Hotels für den alten Bootshafen plus Wohnungen

Blick auf den Bootshafen: Dort, wo jetzt noch der C&A-Komplex (ganz rechts) mit der Markthalle steht, soll ab dem kommenden Frühjahr ein neues Quartier mit zwei Hotels, Wohnungen, Gastronomie und Einzelhandels-Flächen gebaut werden.
Beckwermert
Blick auf den Bootshafen: Dort, wo jetzt noch der C&A-Komplex (ganz rechts) mit der Markthalle steht, soll ab dem kommenden Frühjahr ein neues Quartier mit zwei Hotels, Wohnungen, Gastronomie und Einzelhandels-Flächen gebaut werden.
 

An der Ecke Holstenstraße/Andreas-Gayk-Straße entstehen zwei Hotels - zuvor wird der ehemalige C&A-Komplex abgerissen. Es entsteht das Hotel „Ibis Styles“ mit Front zum Bootshafen, wo jetzt noch das Hotel „Am Schwedenkai“ steht und das Hotel „Adagio Access “ – ein Aparthotel, im Innenhof.

Zusätzlich geplant: Ein selbstentwickeltes Restaurant-Konzept unter dem Namen „Mike’s Urban Pub“ im Erdgeschoss des Ibis-Hotels. 
Im kommendem Frühjahr beginnt der Abriss, er wird etwa drei Monate dauern. Der Start der Bauarbeiten ist für Mai 2017 geplant, die Eröffnung für Mitte 2019.

Doch nicht nur das: Geplant ist eine Gesamtquartierentwicklung. An der Hafenstraße sollen 45 Wohnungen und Penthouses mit Blick auf die Förde entstehen.

3. Abriss des Woolworth-Gebäudes - Primark als künftiger Mieter im Gespräch

Die „Riesenwelle in Granit“ von Woolworth, rechts im Bild, soll einem Neubau weichen – damit der Mode-Discounter Primark sich in Kiel ansiedelt. So munkelt man zumindest in Insiderkreisen. Das Ex-C&A-Gebäude ist links im Bild zu sehen.
Rieke Beckwermert
Die „Riesenwelle in Granit“ von Woolworth, rechts im Bild, soll einem Neubau weichen – damit der Mode-Discounter Primark sich in Kiel ansiedelt. So munkelt man zumindest in Insiderkreisen. Das Ex-C&A-Gebäude ist links im Bild zu sehen.
 

Gleich daneben, ebenfalls am Berliner Platz an der Ecke Holstenstraße/Andreas-Gayk-Straße, befindet sich ein weiterer Schandfleck in der Kieler Innenstadt: das Ex-Woolworth-Gebäude. Auch das soll dem Erdboden gleich gemacht werden, um etwas Neues entstehen zu lassen. Geplant war der Abriss bereits für Mai 2016, doch der Termin verzögert sich. Wer der künftige Mieter wird, ist noch nicht bekannt. Insider sprechen vom Mode-Anbieter Primark.

4. Das Leik: Das hat sich im alten Einkaufszentrum getan

Fassade dezent offener gestaltet: Das Leik-Einkaufszentrum mit neuem Anker-Mieter TK-Maxx.
Visualisierung: Vahjen+Partner
Fassade dezent offener gestaltet: Das Leik-Einkaufszentrum mit neuem Anker-Mieter TK-Maxx.

Seit 2012 stand das Einkaufszentrum an der Holstenstraße leer, von 2014 bis 2015 wurde es umgebaut, bis es im Sommer 2015 mit neuen Mietern wiedereröffnet hat. Mieter ist seitdem die Bekleidungskette TK Maxx. Außerdem ist ein Fitnessstudio in dem Gebäude untergebracht. 

5. Saturn und Co. im „Nordlicht“ an der Holstenstraße

Bild kurz vor der „Nordlicht“-Eröffnung: Im Oktober 2012 war noch nicht alles fertig. Nun, zweieinhalb Jahre später, wird optisch nachgebessert.
Schulze
Bild kurz vor der „Nordlicht“-Eröffnung: Im Oktober 2012 war noch nicht alles fertig. Nun, zweieinhalb Jahre später, wird optisch nachgebessert.
 

„Nordlicht“ nennt sich das ebenfalls erst in jüngerer Zeit eröffnete Shoppingcenter an der Ecke Eggerstedtstraße/Schuhmacherstraße zwischen Nikolaikirche und Bootshafen - der Name dürfte jedoch den wenigsten Kieler geläufig sein. Das Center wurde im November 2012 eröffnet. Auf vier Etagen verteilen sich die rund 15 Geschäfte, darunter Saturn, DM, C&A, Reno, Karstadt Sport und Rewe. Angeschlossen daran ist ein Parkhaus.


Eine Übersicht über weitere Bauprojekte in der Kieler Innenstadt - kommunal wie privatwirtschaftlich - gibt es auf der Seite der Stadt Kiel.

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