Barrierefreier Steg im Olympiazentrum

Ulf Kämpfer (v.l.), Lasse Klötzing und Heiko Kröger und  Andreas Breitner eröffnen  den barrierefreien Steg 1 in Schilksee.
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Ulf Kämpfer (v.l.), Lasse Klötzing und Heiko Kröger und Andreas Breitner eröffnen den barrierefreien Steg 1 in Schilksee.

Oberbürgermeister: Zweite paralympische Bootsklasse kann nun bei Kieler Woche starten

shz.de von
17. Juni 2014, 05:29 Uhr

In Sachen Barrierefreiheit hat sich in den letzten zehn Jahren viel getan im Olympiazentrum Schilksee: Nach Umgestaltung des Hafenvorfelds, dem Bau einer barrierefreien Tagungsstätte und dem Einbau eines Fahrstuhls wurde gestern der barrierefreie Zugang zum Steg 1 von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Innenminister Andreas Breitner sowie Lasse Klötzing und Heiko Kröger von der Sailing Team Germany Academy mit dem Durchschneiden des Bandes eröffnet.

Der barrierefreie Zugang zum Steg 1 überbrückt mit seinen 44 Metern Länge einen Höhenunterschied von 1,80 Metern. Durch die nur sechsprozentige Steigung werden auch die meisten Selbstfahrer ihn ohne fremde Hilfe befahren können. Aufgrund der Breite von 1,80 Metern können sich zwei Rollstühle begegnen, zudem bieten fünf ebene Ruhezonen die Möglichkeit zur Pause. Der Zugang ist mit durchgehendem Handlauf und rutschfestem Belag versehen, entspricht den DIN-Normen.

Kämpfer wies vor Vertretern der Verwaltung, Mitgliedern der Ratsversammlung sowie Vertretern des Deutschen Seglerverbandes, des Olympiastützpunktes und des Kieler Beirats für Menschen mit Behinderung darauf hin, dass der Steg nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch für Gehbehinderte, Ältere oder Menschen mit einem Kinderwagen eine Erleichterung bedeute. „Erstmals“, so Kämpfer, „kann dadurch bei der diesjährigen Kieler Woche eine zweite paralympische Bootsklasse starten“. Breitner betonte, dass der Zugang Schilksee zukunftsfähig mache, etwa im Hinblick auf zukünftige olympische Wettbewerbe. Darauf, dass die Rampe der letzte Schritt zu optimalen barrierefreien Trainingsmöglichkeiten für Spitzensportler sei, verwies Heiko Kröger. „Die Zukunft für paralympisches Segeln ist jetzt in Kiel“, so der frischgebackene Deutsche Meister in der 2,4MR-Klasse.

An den Kosten von 269 000 Euro beteiligten sich Land und Bund mit 169 000 Euro. In den Eigenmitteln der Stadt, 100 000 Euro, ist ein Anteil (45 000 Euro) aus dem Etat des Beirats für Menschen mit Behinderung enthalten.

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