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Kiel

19. August 2017 | 11:55 Uhr

Bahn versteigerte Fundstücke

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auktion erstmals im Kieler Hauptbahnhof / Rund 100 Zuschauer kamen

„14 Euro zum Ersten! Zum Zweiten! Und zum Dritten! Verkauft!“, rief Auktionator Klaus Ort im Hauptbahnhof und Marcel Fischer (31) freute sich über seinen gerade ersteigerten Teddybären von Steiff. Am vergangenen Sonnabend versteigerten Ort und Kollegen von der Deutschen Bahn 120 Fundsachen, die in Zügen und Bahnhöfen liegen geblieben waren. Zum ersten mal übrigens in Kiel. Und es war einiges dabei. Vom neuwertigen Mofahelm, versteigert für 45 Euro, über das Rennrad, 190 Euro und die Werder Bremen Jacke in XXL, 20 Euro, bis zum Teddybären.

„Der wird ein Taufgeschenk“, sagte Fischer zufrieden. „Neu kosten die bestimmt 30 oder 40 Euro“, freute sich der Biomedizin-Student aus Kiel-Friedrichsort über das Schnäppchen. Und er war nicht der einzige, der ein Schnäppchen machen wollte. Rund 100 Leute standen in einem Kreis um die kleine Bühne, auf der Ort sein Auktionshämmerchen schwang. Der Rheinländer ermunterte sein Publikum fleißig mit zu bieten und machte immer wieder kleine Witzchen. „Da passt meine Enkelin nicht rein, die hat einen dicken Popo“, scherzte er über eine Kinderjeans. Die ging übrigens mit einem ganzen Koffer voller Kinderklamotten für 28 Euro weg.

Nur 16 Euro bezahlten dagegen Steffen Reisberg (28) aus Wellsee und seine Freundin Anja Schmiech (33) aus Wellingdorf für ein Drei-Personen-Zelt. „Bis 20 Euro wollte ich gehen“, sagte der Busfahrer. Bald wollen die beiden mit ihrem Hund das neue Zelt ausprobieren.

Rund eine Viertelmillion Fundsachen landen jedes Jahr bei der Bahn. Das zentrale Fundbüro ist in Wuppertal. Dort finden auch die meisten Versteigerungen statt. Knapp zwei Drittel der abgegebenen Fundsachen können ihren Besitzern allerdings zurückgegeben werden.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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