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Proteste : Ausweichquartier gesucht für AfD-Chefin Frauke Petry

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auch nach der Absage des Kieler Schlosses als Auftrittsort für die Parteivorsitzende Frauke Petry hält die Alternative für Deutschland (AfD) an der Veranstaltung am Freitagabend in der Landeshauptstadt fest. Das war gestern aus dem AfD-Landesbüro zu erfahren. Spätestens am heutigen Mittwochmorgen soll der Ausweichort benannt werden. So oder so: Mit Gegenprotesten ist auf jeden Fall zu rechnen, auch für das Schloss hatten AfD-Gegner bereits zu Demonstrationen aufgerufen.

Frauke Petry – die sich selbst in hartem Gerangel um Macht und Einfluss an der AfD-Spitze befindet – will im Norden das Wahlprogramm zur Bundestagswahl vorstellen. Ihren ersten Auftritt absolviert sie morgen Abend in den Lübecker Media-Docks. „Gegenproteste sind angemeldet“, erklärte Bernd Wiegmann aus dem AfD-Wahlkampfteam. Im Gegensatz zu Kiel einen Tag später denkt man allerdings an der Trave nicht an eine Absage oder Verlagerung. Das Kieler Schloss hatte der AfD mit dem Verweis auf die Sicherheitslage und die geringe Zahl an Ordnern einen Korb gegeben.

Arne Gloy aus dem Presseamt im Kieler spricht von einer „engen, guten und erprobten Zusammenarbeit“ zwischen dem städtischen Ordnungsamt und der Polizei. So gebe es bei angekündigten Protesten gegen die Veranstaltung ein Abstimmungsgespräch mit der Polizei. Dort könne man beispielsweise über den Aufmarschort der Demonstranten, die Demo-Route oder auch über die Zahl der Ordner sprechen. „Das ist Routine bei solch einer Themenlage“, fügte Gloy hinzu.

Zurückhaltend fiel gestern auch die Stellungnahme der Polizei aus. „Wir sind auf alle Eventualitäten gut vorbereitet“, erklärte ihr Sprecher Matthias Arends. Einzelheiten über die Zahl der eingesetzten Kräfte nannte er wie üblich allerdings nicht. Die Polizei in Kiel hatte bereits mehrere Veranstaltungen im AfD-Büro am Walkerdamm in der Kieler Innenstadt gegen wütende Proteste abzusichern.

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erstellt am 28.Feb.2017 | 18:51 Uhr

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