Tests von Sprengladungen : Ausgediente Fregatte „Karlsruhe“ wird künftig beschossen

Ein Mann löst in Wilhelmshaven die Leinen der Fregatte «Karlsruhe». /Archiv
Ein Mann löst in Wilhelmshaven die Leinen der Fregatte „Karlsruhe“. /Archiv

An der „Karlsruhe“ sollen auch Bedrohungen durch Terroristen und Piraten simuliert werden.

shz.de von
22. Juli 2017, 11:51 Uhr

Ungewöhnliche Nachnutzung für die Fregatte „Karlsruhe“ der Deutschen Marine: Das 1984 in Dienst und in diesem Jahr außer Dienst gestellte Schiff soll künftig für Beschuss- und Ansprengversuche genutzt werden, sagte ein Sprecher des Rostocker Marinekommandos am Samstag.

Bereits in Kürze soll das 130 Meter lange Schiff durch den Nord-Ostsee-Kanal von Wilhelmshaven nach Kiel geschleppt und im ehemaligen Marinearsenal mit Messinstrumenten, Sensoren und Dummys ausgerüstet werden. Zunächst hatten die „Kieler Nachrichten“ berichtet. Wie der Marinesprecher sagte, werden bei solchen Versuchen notwendige wissenschaftliche und wehrtechnische Erkenntnisse gewonnen.

Laut „Kieler Nachrichten“ werde die „Karlsruhe“ im ersten Halbjahr 2018 zu einem Sperrgebiet vor Schönhagen gebracht. Dort sollen dann unter anderem Unterwasser-Sprengladungen getestet werden. Bei den auf drei Jahre angesetzten Versuchen gehe es auch um sogenannte asymmetrischen Bedrohungen, darunter sind Angriffe von Terroristen, Piraten oder Milizen zu verstehen.

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