Kranzniederlegung : Appell zu Frieden und Freiheit am Denkmal für die Matrosen von 1918

Aus der Geschichte lernen: (v. r.): Jürgen Weber, Frank Hornschu, Bernd Löwner und Susanne Kalweit vor dem Denkmal.
Aus der Geschichte lernen: (v. r.): Jürgen Weber, Frank Hornschu, Bernd Löwner und Susanne Kalweit vor dem Denkmal.

Mit einem mahnenden Appell zu Frieden, Freiheit und Demokratie verband Frank Hornschu, der DGB-Vorsitzende in der Kern-Region, gestern die Kranzniederlegung am Denkmal für den Kieler Matrosenaufstand von 1918.

shz.de von
09. November 2017, 18:58 Uhr

Das wuchtige Kunstwerk, von Hans-Jürgen Breuste 1982 erschaffen, erinnert einerseits an die großen Geschütze auf einem Kriegsschiff, andererseits symbolisiert es die gesprengten Ketten – und damit die gewaltige politische Kraft, die von dem Aufstand vor 99 Jahren ausging.

Die Stadt hat für die 365 Tage, die zum Jahrhundert-Jubiläum fehlen, ein Programm mit Dutzenden von historischen, politischen und kulturellen Veranstaltungen aufgelegt (wir berichteten). Der SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Weber will nicht feiern. Nach seinen Worten gilt es auch, die Prinzipien der aufständischen Matrosen und Arbeiter zu diskutieren. „Die Vorstellungen von der Zukunft waren durchaus unterschiedlich“, erinnert Weber an blutig umkämpften Start in die Weimarer Republik.

Ein eigener Arbeitskreis Geschichte in der SPD nimmt sich des historischen Erbes an. Susanne Kalweit und Bernd Löwner zitierten gestern aus einem Artikel von Bernhard Rausch, geschrieben am 25. November 1918: „Die Revolution ist auf dem Marsche. Was sich gestern in Kiel ereignet hat, wird in den nächsten Tagen weitere Kreise ziehen und den Anstoß zu einer Bewegung geben, die durch ganz Deutschland gehen wird.“

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